07.08.2010, Wasserfalltour oder manchmal sind die Namenlosen die Besten

Dank guter mentaler Vorbereitung schafften wir es tatsächlich, die avisierte Abfahrtszeit von 9 Uhr lediglich um 8(!) Minuten zu überschreiten. Das Wetter entsprach nicht meinem App, aber da man sowieso nicht weiß, was einen hinter dem nächsten Berg erwartet, störte sich keiner daran. Erstes Ziel war der Langfoss, 612 m hoch und über mehrere Kaskaden nach unten schießend.

Nach kurzer Rast ging die Fahrt weiter Richtung Latefoss. Dieser zweigeteilte Wasserfall taucht ja in jedem Reiseführer auf, sozusagen als absolutes Muss. Das eigentlich Interessante ist, dass er quasi plötzlich und unerwartet hinter einer Kurve auftaucht, der Parkplatz aus einer Straßenverbreiterung besteht, hunderte Leute auf der Straße rumlaufen (das absolute Highlight ist die Ankunft eines Busses) und ausserdem noch ein Souvenir- und eine Imbißbude an den Rand gequetscht wurden. Fotografisch total ätzend – viel zu nah dran, immer rennt irgendeiner durchs Bild und außerdem (total empörend) dieser permanente Sprühnebel!

Nachdem ich die Strasse unter Lebensgefahr (siehe oben) überquert hatte, fiel mein Blick auf diesen Ständer im Souvenierladen …..und das beeindruckte sogar mich – auf DIE Idee muss man erst mal kommen. Nur komisch,daß keiner der Männer das gute Stück haben wollte…

Während Ulrike noch versuchte, halbwegs ordentliche Bilder ohne die Businsassen zu schießen, beobachteten die Kinder und ich die Versuche der Abfahrenden beim Ausparken im laufenden Verkehr, während die nächsten schon auf eben diese Parkplätze lauern (aus beiderlei Richtungen).

Weiter ging die Fahrt Richtung Odda, mit zwischenzeitlich sehr schönen Ausblicken auf den Folgefonn-Gletscher.

Kurz hinter Odda ging es dann auf einer schönen alten Straße die Berge hinauf zum Ringdalsdammen. Wie schon bei unserem letzten Besuch schien dort oben wieder die Sonne. Zuerst wurde gepicknickt, wobei wir feststellen mussten, dass sowohl die Butter als auch die Milch vergessen worden war. Aber Kaffee kann man auch schwarz trinken und in der Not schmeckt die Wurst bekanntlich auch ohne Brot… oder eben ohne Butter. Ich saß so, dass ich die gesamte Zeit dieses Schild im Blick hatte:

Die Wortschöpfung des plutseligen vannströms faszinierte mich dermaßen, dass ich sie ca alle 3 min aussprechen musste (nach ca einer Viertelstunde wurde mir das verboten).

Ausreichend gestärkt wanderten wir danach über die Staumauer und dann Richtung Seeufer, das Ganze hatte irgendwas von Marslandschaft.

Man beachte den Blick von Florian Gerd (hier ausnahmsweise von Susanne getragen), wie er den Mann der lieben Tante Katrin anhimmelt. Gerd und ich fehlen – Gerd weil er die Autos bewachte und ich, weil ich hinter der Linse stand.

(wird fortgesetzt)

Eine Antwort to “07.08.2010, Wasserfalltour oder manchmal sind die Namenlosen die Besten”

  1. Avatar von Zuhause Zuhause Says:

    Liebe Katrin,heute möchte ich die Möglichkeit nutzen, auf diesem Wege danke zu sagen für die interessanten Berichte.
    Wir haben diese mit großem Interesse gelesen und damit verfolgt, wie ihr die Tage in der Ferne erlebt habt. Haben nachempfunden, wenn ihr mit voller Kraft einen Berg bestiegen oder über Stock und Stein gewandert seid. Es hat uns amüsiert, wie die Touristen die Strasse blockierten , um den
    Wasserfall in Augenschein zu nehmen, oder über die kleinen Missgeschicke, die hier und da passierten. Auch haben wir die Beschreibung des Hauses mit Blldern und Grundriss im Internet verfolgt. Nun wünschen wir euch noch einen schönen Ausklang und natürlich eine gute Heimreise. Liebe Grüsse euch allen von Omi und Opa,

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