Am Rasthof Stolpe, der irgendwie immer runtergekommener aussieht, trafen wir auf den Rest. Zwischenzeitlich meldete sich Erika mit der Frage, wie denn die Bushaltestelle heisst, an der sie aussteigen muss. Leider konnte ihr diese Frage keiner beantworten, Kai hatte ihr Linie und Haltestelle auf einen Zettel geschrieben und den Inhalt dann männertypisch sofort vergessen. Ich fand ja den Gedanken „Frau irrt ziellos durch Neumünsteraner Industriegebiet“ ganz lustig – aber Erika schaffte es auch ohne Zettel und so konnten wir sie wohlbehalten am Autohof einsammeln. Nur fürs Protokoll – Robert aß natürlich ein Schnitzel und Mathias ein für meine Begriffe gigantischen Burger (ohne Bacon!).

Der Rest der Fahrt verlief erfreulich ereignislos, keine Stau, keine typisch deutsche Raserei und Drängelei .. dänisch gemütlich eben.
Aber das Beste war, je weiter wir uns gen Norden bewegten, desto besser wurde das Wetter. Am Ende des Tages war es total Wolkenlos – nur leider auch stockdunkel…. Hat aber auch was, wo gibt es das schon noch, das nicht ein kleines Licht rumfunzelt..
Selbstverständlich gab es auch dieses Mal eine unheimliche Begegnung der dritten Art, was unseren geliebten Mercedes-Bus anbelangt. Nachdem er ja letzten Jahr mitten auf dem Feld – in absoluter Finsternis, siehe oben – beschloss, jegliche Beleuchtung zu verweigern, schafften wir es in diesem Jahr ohne Probleme bis zum Ferienhaus. Ranfahren, Motor aus, Schaltstufe R, Seitentür auf…. und er rollt… und rollt .. und rollt.. erst ein Kampfschrei von Matti und sein todesmutiges Stemmen gegen den Türholm verhindert Schlimmeres.
Was sonst noch geschah – seit dieser Woche gibt es WLAN im Haus. Was Ulrike sofort zu der Frage führte: „Na Kai, was machen wir zwei jetzt in der Woche?“