Posts Tagged ‘Anreise’

29.6. -2

29/06/2013

Zum Ausgleich der leicht differierenden Abfahrtszeiten fuhr Kai äusserst spritsparend knapp über der geforderten Mindestgeschwindigkeit, der Rest dafür – sagen wir mal sehr ambitioniert. Die Raststätte Neumünster jedenfalls erreichten wir bereits gemeinsam.
Der Rest der Fahrt verlief ereignislos, von gelegentlichen Windböen abgesehen.
Auffälligster Neuerwerb im Motel in Hirtshals war eine multifunktionale Kaffeemaschine. Die Benutzung drohte jedoch zunächst daran zu scheitern, dass passendes Geld erforderlich war. Gerd besaß als einziger noch einen gewissen Vorrat – jedoch nicht in der geforderten Stückelung. 9 Kronen waren gefragt – 10er hatte er ausreichend. Der Verlust 1 Krone wurde jedoch als akzeptabel hingenommen. Beim Einwurf (Florian: ich, ich) dachte ich über die Bedeutung des Wortes „change“ nach – das drücken dieser Taste machte zwar keinen Kakao, dafür aus den 10 Kronen 2×5. Ein neuer Versuch (Florian: ich, ich) war dann endlich erfolgreich. Vom Ergebnis total überwältigt, starteten wir gleich noch mal (Florian: ich, ich). Nachdem Flo also sehr gründlich die 7 Münzen sehr bedächtig eingeworfen hatte – der Supergau:

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Overload! Und von den 9 Kronen kamen nur 5 wieder raus!
Flo und ich teilten uns dann den ersten Becher und das Abenteuer Kaffeemaschine war beendet.

29.6. -1

29/06/2013

..der Rasthof Stolpe ist voll, mein Akku bereits leer und es hört auf, langsam zu regnen…
Ausserdem habe ich mein Wetter-App befragt und musste feststellen, das für die Nordspitze Dänemarks STURM angesagt ist …schaun mer mal, was das bedeutet. Schliesslich hängt das ja immer noch vom Wetter ab.

Donnerstag, 31.07.2008

05/08/2008

Da der Flieger mit dem Rest gegen 10.50 Uhr landen soll, haben wir „viel“ Zeit. Nach gemütlichem Frühstück genauso gemütlicher Aufbruch, dann einkaufen für den ersten Tag und danach zum Flughafen. Soweit die Theorie….

Die Praxis stimmte vom gemütlichen und wirklich guten Frühstück bis zum  Aufbruch. Danach klaffte dann durchaus eine gewisse Lücke.

Aber der Reihe nach:

Das Frühstück ließ keine Wünsche bezüglich der Reichhaltigkeit und Qualität offen. Wenn man gewollt hätte, wäre auch das Verzehren eines Mangoeises möglich gewesen, worauf wir allerdings mit Rücksicht auf den noch abwesenden Mathias schweren Herzens verzichteten (das die Kugel 4 Euro kostet, sei nur am Rande erwähnt). Statt dessen tranken wir einen leckeren Ristretto der im Gesamtpreis inbegriffen war.

Danach bei inzwischen fortgeschrittenen Temperaturen umpacken, damit der Rest auch einsteigen kann.

Und nun kommt das, was den besagten Unterschied zwischen Theorie und Praxis ausmacht, die Entfernung zum Flughafen ist nicht soooo weit, aber die Zeit, die man dorthin braucht…. Jedenfalls wurde das Einkaufen kurzerhand „gekäänzelt“, wie es neudeutsch so schön heisst. Kurz vor dem Flughafen schwebte gerade eine Norwegian ein – vermutlich waren sie das. Bei der  Einfahrt in den eigentlich doch recht übersichtlichen Flughafen verpassten wir die kostenlose Kurzparkzone und landeten in der Tiefgarage (kostenpflichtig). Dafür irrten Gerard und ich dann mehrere Minuten durch das Parkhaus, ohne den Eingang zur Ankunftshalle zu finden. Irgendwie haben wir es dann doch geschafft und tatsächlich, kurze Zeit später war die Familie wieder komplett, allerdings ohne Nutella.

Gegen 12.00 Uhr konnten wir dann endlich den letzten Teil der Anreise in Angriff nehmen.

Kai hatte diesmal eine neue Strecke ausgesucht, die zwar kilometermässig nicht länger als die anderen war, von der Zeit her aber eher ungünstig. Einkaufen mussten wir ja nun auch noch, gelegentliche Fotohalte kosteten auch Zeit, z.B. hier:

(Foto folgt, ich muss erst  jemanden finden, der nicht im RAW-Format fotografiert hat)

Die Norwegenneulinge sogen die herrliche Landschaft, die, komprimiert auf wenig Platz, besonders gigantisch ausfällt, begeistert in sich auf. Auch die zahlreichen Tunnel, welche die Norweger offensichtlich in Verkennung der Schönheit ihres Landes, durch die Berge schlagen, um sich und uns Reisenden die Fahrwege zu verkürzen, vermochten diesen Eindruck nicht zu schmälern.

Gigantisch war der Anblick des Buarbreen, ein Ausläufer des Jostedalsbreen (Europas grösster Festlandsgletscher), den wir erst von Weitem betrachteten, um ihn dann, dem Strassenverlauf folgend, zu durchfahren.

23.15 Uhr endlich Ankunft, John und Jorunn erwarten uns schon. John läuft (!) sogar mit uns zum Haus, was bei ihm in Anbetracht der Entfernung von 150m ja nicht selbstverständlich ist.

Das Wichtigste zeigt er mir sofort: er hat extra für uns einen Internetanschluss installiert. Hach…..der Urlaub ist gerettet!!!!!!

Nach kurzer Zimmerverteilung und Auspacken der wesentlichen Sachen beschliessen Ulrike und ich spontan, die Anreise mit einem Bad im Whirlpool zu beenden.  Fehlt nur noch der Campari..aber es muss ja auch noch Steigerungsmöglichkeiten geben…

Mittwoch, 30.07.2008

04/08/2008

Bei gutem Wetter starten wir halbwegs pünktlich.  Allgemeine Verabschiedung von allen, verbunden mit letzten Ermahnungen an die Kinder 🙂

Der Verkehr hält sich in Grenzen, also kommen wir gut durch. Es ist bewölkt, zwischendurch nieselt es sogar ein wenig. Die Temperatur allerdings sehr angenehm, wollen wir mal hoffen, dass das Skandinavienhoch sich auch dort befindet, wo sein Name es suggeriert.

Gegen 09.40 Uhr erster Kontakt mit Gerd und Ulrike, wir treffen uns an der Tankstelle kurz vor dem Überseehafen. Das erweist sich im nachhinein als Glücksgriff, das Reisebüro hat nämlich nur einen Voucher mitgeschickt (was uns aber bisher entgangen war) und während die Familie Hempel ohne Probleme ihr Ticket bekommt, scheitert der Rest an einer resoluten Frau am Scandline-Schalter. Ich ahne  Schlimmes, auf der Nachbarspur wird bereits etwas von Wartespur gesagt….aber mein ordentlicher Mann hat die Rechnung mit, da stehen sowohl die Personen als auch die Buchungsnummern drauf. Die kann die gute Frau abfragen und somit kann die Reise weitergehen…

Warten auf die Fähre

Warten auf die Fähre

An Bord gönnen wir uns einen Restaurantbesuch – das Essen schmeckt sehr gut, aber über die Preise wollen wir mal schweigen.

Die Verbindung von Kein-Frühstück und Reichlich-Mittag führt bei Teilen der Crew zu gewissen Ausfallerscheinungen, daher dauert die Fahrt länger als geplant.

Klokka halv åtte Ankunft am Abend-Rastplatz. In Ermangelung mitgenommener Speisen gehen wir in den Imbiss. Da keiner von uns bisher Geld getauscht hat, kann ich sofort und todesmutig meine frisch erworbenen Norwegisch-Kenntnisse erproben: „Unnskyld, kan jeg betale med Euro? “ Der bis dahin etwas griesgrämig guckende Mann wird sofort um Klassen freundlicher und antwortet…..- in bestem Deutsch. Soll mir das jetzt zu denken geben? Ich denke nein 😉 .

Gegen  21.45 Uhr erreichen wir die norwegische Grenze und um 22.20 Uhr Rygge. Der bisher eher unscheinbare Wald-und-Wiesenflugplatz ist inzwischen zu einem flotten Regionalflughafen ausgebaut und daher heisst auch unser Hotel nun nicht mehr By-the-Way sondern ist jetzt ein „Flyplassene Hotell“. Die Preise im Restaurant sind auch zum Abheben: die Männer gönnen sich zur Feier der Ankunft ein mexikanisches Bier (es gibt kein anderes trinkbares), die Flasche zu 50 Kronen.

Beim Einchecken wird Gerd nach seinem Namen gefragt, die Rezeptionistin bis dahin eher unfreundlich und mit unterkühlt nordischem Charme. Gerd daraufhin wahrheitsgemäss: Gerhard….kurzes Unverständnis auf der anderen Seite, dann ein grosser Augenaufschlag und freudestrahlend: Gerard in schönstem französisch hingehaucht….. Ulrike und ich wenden uns fassungslos ab, werden jedoch sowieso fortan von der Dame ignoriert, sie hat nur Augen für „Gerard“. Der heisst fortan auch bei uns nur noch so, was er aber mit einem knappen: „Ihr dürft mich Maître Gerard“ nennen, kommentiert. Ansonsten will er von den extremen Flirtversuchen der Dame nichts mitbekommen haben.

Mehr oder weniger totmüde fallen wir gegen Mitternacht ins Bett. Morgen wartet ja auch eine lange Tour auf uns.