FG: Wo ist Oddmund denn hingefahren?
S: In den Urlaub
FG: Warum – hier ist doch Urlaub!
FG: Wo ist Oddmund denn hingefahren?
S: In den Urlaub
FG: Warum – hier ist doch Urlaub!
Nicht weit von unserem Ferienhaus, auf der E39 Richtung Valevåg, liegt das Hopsfjellet. Das Gebiet fällt sofort wegen seiner vielen kahlen Baumstämme ins Auge. Im Sommer 1992 zerstörte ein Feuer ein 200 ha grosses Gebiet. Der Brand dauerte fast eine Woche, zeitweise war sogar die Strasse Richtung Bergen gesperrt. Inzwischen kehrt die Natur wieder zurück, aber es ist ein sehr langsamer Prozess.
Ein erster Abstecher unsererseits in das Gebiet endete für mich relativ unbefriedigend. Zunächst erfreute mich meine Kamera mit dem Fehler Err 02, ein Kartenfehler – dumm nur, dass ich keine Ersatzkarte dabei hatte. Zu allem Überfluss verabschiedete sich auch die Batterie meines Telefons (natürlich hatte ich auch dafür kein juice pack dabei). Murphy lässt grüssen…
Am darauffolgenden Tag regnete es, aber dann gehörte der Berg uns.
Auf der Rückfahrt sahen wir noch dies:
Und an einem kleinen Weiher das:
Eine Biegung weiter plötzlich der Aufschrei von Susanne: “ Guckt mal .. da steht so ein grosses braunes Vieh mit Hörnern…“
Das Vieh entpuppte sich als Rothirsch, der sich durch uns beim Abendbrot gestört fühlte.
Robert möchte mit seinem Vater an den Fjord zum Boot gehen.
Kai-Uwe kommt ins Zimmer und sagt zu Robert:“Wollen wir?“ – bevor Robert antworten kann, ruft FG „Ich will auch!“ …. kurze Pause… nochmal FG:“Was wollen wir denn?“
Da man ja hier nie wissen kann, wie das Wetter wird, sollte man Aktivitäten, für die Sonnenschein unabdingbar ist, sofort in Angriff nehmen, sobald sich ein sonniger Tag andeutet.
Und also machten wir uns am Mittwoch sofort nach Sandevesanden .
Der relativ kräftige Wind führte zu interessanten Peelingeffekten und zumindest bei mir zu der Erkenntnis, dass ich im diesjährigen Urlaub NICHT ins Wasser springen würde.
Die üblichen Verdächtigen (Kai, Erika und Ulrike sowie Mathias) liessen sich aber nicht abschrecken … Andere wiederum mummelten sich ein, als ob sie in der Arktis wären:
… hier nochmal der Link zu unserem Aufenthaltsort:
http://goo.gl/maps/an477
(Hinweis: wir sind das dritte Haus von rechts)
Während die Männer nach etwas Essbarem anstanden (3 Hühnchenspiesse, Pommes und Salat 90 NOK, wobei ein Spiess alleine 29 NOK gekostet hätte – quasi ein echtes Schnäppchen/ Roberts Burger kostete 70 NOK), erkundeten Ulrike und ich noch die nähere Umgebung.
Er erzählt uns noch, das er 75 Jahre alt ist, im Nachbarhaus geboren und eigentlich nur das Grammophon zu einem Bekannten zur Reparatur bringen will. Dann wünscht er uns einen guten Tag und ist verschwunden…
Wir machen uns auf den Rückweg zum Rest der Familie, der inzwischen bereits gesättigt ist und dann müssen wir auch schon los, Susanne vom Flughafen abholen.
Als Nachtrag und Erläuterung zu den Bildern:
Wir hatten uns ja schon in den Tagen vorher über die relativ grosse Zahl an radelnden Menschen gewundert. Vielleicht hätten wir ihnen etwas mehr Aufmerksamkeit widmend sollen, dann wäre uns möglicherweise auch eingefallen, dass bereits im letzten Jahr Anfang Juli der Ironman in Haugesund stattfand…
Nach dem Frühstück machten wir uns also auf in Richtung Karmoy – die Zeit bis zur Ankunft von Susannes Flieger 16.30 wollten wir in Skudeneshavn verbringen, einem pitoresken Hafenstädtchen, in dem am Wochenende auch noch ein Sommerfestival stattfand.
Kurz nach unserer Abfahrt wurden wir jedoch unsanft gestoppt … und fuhren die gesamte Strecke bis Haugesund im Schritttempo hinter diesem Auto her:

Das war aber noch das kleinste unserer Probleme – die sowieso schon übersichtliche Stadt Haugesund war grossflächig abgesperrt und aufgrund der geografischen Verhältnisse kann man nicht einfach mal so eine Ausweichstrecke nehmen. Das heisst, man kann schon, was aber dann gut und gerne 50km/1 Std Umweg bedeutet. Erschwerend kam dazu, dass es nach Karmoy nur eine einzige Zufahrt gibt. Der neugebaute Tunnel, Fertigstellung eigentlich Mai 2013, ist nämlich leider immer noch nicht in Betrieb. Man munkelt von Problemen mit der Entlüftungsanlage. Hinweise, das Flughafen-Ingenieure vom BER daran beteiligt sind, liessen sich nicht finden ….
Mit Hilfe des Navis bewegten wir uns serpentinenartig auf die Brücke zu. Nach ca. 90 Minuten kannten wir auch die Randgebiete von Haugesund, hatten jedoch auch die einzige freie Zufahrt zur Brücke gefunden. Das Gerücht, dass der Laufteil des Ironman über die Brücke bis nach Karmoy führt, erwies sich Gott-sei-Dank als falsch.
Bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir Skudeneshavn, wo wir uns sogleich ins Getümmel am Hafen warfen.
Erste Wahl für einen Ausflug war der Leuchtturm – liegt doch am Ende der Strasse ein Haus am See des Weges ein Cafè, in dem leckere Waffeln serviert werden und ausserdem diverser Kunstschnickschnack verkauft wird.
Ein Blick auf die Internetseite erwies sich als sehr sinnvoll, das Cafè hat er st ab der nächsten Woche geöffnet.
Damit war Zeit für Plan B – eine Wanderung zum kleinen Leuchtfeuer in der Nähe von Haraldshaugen.