11.08.2010, Karibik des Nordens

11/08/2010

Heute stand nun der Ausflug nach Karmoy auf dem Plan. Die Insel hat einiges zu bieten: die pittoreske Stadt Skudeneshavn mit den auf einer vorgelagerten Insel liegenden Zwillingsleuchttürmen, Sandstrände wie in der Südsee…

Während es bei der Abfahrt zwar bewölkt, aber nicht kalt war, regnete, nein goss es in Haugesund aus Eimern. Sehr, sehr grossen Eimern. Aber schon beim befahren der Brücke zeichnete sich ein Lichtblick am Horizont ab. Ich muss an dieser Stelle mal meinem totalen Unverständnis und meiner Empörung darüber Ausdruck verleihen, dass es in diesem Urlaub öfter vorgekommen ist, das über dem Meer STRAHLEND BLAUER Himmel war – ja wer braucht den denn da????? Da ist doch keiner!

Schließlich landeten wir in Sandve, einem von zwei nebeneinanderliegenden , nur durch – zugegebenermassen grossen – Granitblöcke getrennten Stränden.

Auf dem Weg ans Wasser trafen wir auf ein unerwartetes Hindernis in Gestalt eines über die gesamte Breite reichenden Bächleins – ca 2 Meter breit und vielleicht 10 cm tief .  Aufgrund  höheren Alters und mangelnder Konstitution (nicht zu vergessen das Zusatzgewicht des Strandequipments) fielen Anlauf nehmen und springen für die ältere Generation aus. Die Alternative konnte also nur im Hochkrempeln der Hosenbeine und dem Ausziehen der Schuhe bestehen (nebenbei ein netter Test in Hinblick auf die zu erwartende Wassertemperatur). Florian Gerd hätte das Wasser bei dieser Art der Querung wohl bis zum Hals gestanden, er wurde getragen. Susanne hatte Probleme ganz anderer Art – die arktische Kälte und ihre engen Hosen liessen ein Durchwaten NICHT zu. Obwohl sie ja sonst immer sofort nach ihrem geliebten Daddy schreit (unvergessen in diesem Zusammenhang das durch die Terassenbretter gerutschte Lineal…“Dääääääääääädddddddyyyyyyyyyyyy“), wandte sie sich diesmal sofort an ihren Bruder….der sie tatsächlich huckepack nahm und auf die andere Seite schleppte! (Anm. d. Mutter: ick denk, ick seh nicht recht!!!)

Am Ufer angekommen, wurde Florian Gerd in den Sand gesetzt – und blieb sitzen. Er war so fasziniert von dieser Riesen-Buddelkiste, dass er wahrscheinlich nicht mal gemerkt hätte, wenn wir alle verschwunden wären. Er schaufelte ununterbrochen Sand von links nach rechts, rechts nach links, nach vorne …..Selbst elementare Bedürfnisse wie Essen und Trinken wurden nebensächlich.

Während sich die üblichen Verdächtigen – Kai, Erika, Ulrike und Robert –  todesmutig in die eiskalten Fluten des Atlantik stürzten (wohlgemerkt ohne Neoprenanzug ) vermittelten Gerd und Susanne auch an Land das Bild arktischer Kälte.

Ich erklomm derweil einen der angrenzenden Felsen, um ein paar Fotos zu machen und einfach die Landschaft zu geniessen.

07.08.2010, Wasserfalltour oder manchmal sind die Namenlosen die Besten

10/08/2010

Dank guter mentaler Vorbereitung schafften wir es tatsächlich, die avisierte Abfahrtszeit von 9 Uhr lediglich um 8(!) Minuten zu überschreiten. Das Wetter entsprach nicht meinem App, aber da man sowieso nicht weiß, was einen hinter dem nächsten Berg erwartet, störte sich keiner daran. Erstes Ziel war der Langfoss, 612 m hoch und über mehrere Kaskaden nach unten schießend.

Nach kurzer Rast ging die Fahrt weiter Richtung Latefoss. Dieser zweigeteilte Wasserfall taucht ja in jedem Reiseführer auf, sozusagen als absolutes Muss. Das eigentlich Interessante ist, dass er quasi plötzlich und unerwartet hinter einer Kurve auftaucht, der Parkplatz aus einer Straßenverbreiterung besteht, hunderte Leute auf der Straße rumlaufen (das absolute Highlight ist die Ankunft eines Busses) und ausserdem noch ein Souvenir- und eine Imbißbude an den Rand gequetscht wurden. Fotografisch total ätzend – viel zu nah dran, immer rennt irgendeiner durchs Bild und außerdem (total empörend) dieser permanente Sprühnebel!

Nachdem ich die Strasse unter Lebensgefahr (siehe oben) überquert hatte, fiel mein Blick auf diesen Ständer im Souvenierladen …..und das beeindruckte sogar mich – auf DIE Idee muss man erst mal kommen. Nur komisch,daß keiner der Männer das gute Stück haben wollte…

Während Ulrike noch versuchte, halbwegs ordentliche Bilder ohne die Businsassen zu schießen, beobachteten die Kinder und ich die Versuche der Abfahrenden beim Ausparken im laufenden Verkehr, während die nächsten schon auf eben diese Parkplätze lauern (aus beiderlei Richtungen).

Weiter ging die Fahrt Richtung Odda, mit zwischenzeitlich sehr schönen Ausblicken auf den Folgefonn-Gletscher.

Kurz hinter Odda ging es dann auf einer schönen alten Straße die Berge hinauf zum Ringdalsdammen. Wie schon bei unserem letzten Besuch schien dort oben wieder die Sonne. Zuerst wurde gepicknickt, wobei wir feststellen mussten, dass sowohl die Butter als auch die Milch vergessen worden war. Aber Kaffee kann man auch schwarz trinken und in der Not schmeckt die Wurst bekanntlich auch ohne Brot… oder eben ohne Butter. Ich saß so, dass ich die gesamte Zeit dieses Schild im Blick hatte:

Die Wortschöpfung des plutseligen vannströms faszinierte mich dermaßen, dass ich sie ca alle 3 min aussprechen musste (nach ca einer Viertelstunde wurde mir das verboten).

Ausreichend gestärkt wanderten wir danach über die Staumauer und dann Richtung Seeufer, das Ganze hatte irgendwas von Marslandschaft.

Man beachte den Blick von Florian Gerd (hier ausnahmsweise von Susanne getragen), wie er den Mann der lieben Tante Katrin anhimmelt. Gerd und ich fehlen – Gerd weil er die Autos bewachte und ich, weil ich hinter der Linse stand.

(wird fortgesetzt)

06.08.2010,

06/08/2010

Entgegen der Anzeige in meinem Wetter-App regnete, nein goß es heute vormittag aus Kannen. Jegliche Ausflugsaktivitäten (incl.
Angeln) drohten sozusagen abzusaufen. Dafür erinnerte sich Kai-Uwe daran, dass er bei unserer romantischen Fahrt zur Zweit in den Sonnenuntergang vergessen hatte, irgendeinen Stöpsel am Boot zu ziehen, sodass der Untergang desselben drohte.

Gegen Mittag ließ der Regen nach, sodaß wir uns entschlossen, doch eine kurze Erkundungstour zum Fuße des Trollvassnipa zu unternehmen, von dessen Gipfel man angeblich an guten Tagen bis nach Bergen sehen können soll….

Im Gegensatz zu anderen Wanderrouten, die vorbildlich ausgeschildert waren, fanden wir jedoch keinen Hinweis. Da es aber noch früher Tag war und inzwischen strahlender Sonnenschein herrschte, entschloßen wir uns, die Mautkassen ein wenig aufzufüllen und nach Bømlo zu fahren. Die Aussicht auf einen möglichen Leuchtturm hatte Ulrike derart paralysiert, dass sie an der Stelle, wo die 7,8 km lange, an der tiefsten Stelle 260,4 m unter dem Meer liegende Tunneldurchfahrt erwähnt wurde, nicht zuhörte. Nur konnte sie ja leider nicht aussteigen….

(wird fortgesetzt)

Statik auf norwegisch…oder wofür man Europaletten noch so nutzen kann

06/08/2010

Das die Norweger sowohl Brücken als auch Tunnel der Superlative bauen können, wussten wir bereits. Aber sie haben auch noch andere Talente…..

05.08.2010, Hurra, Florian hat Geburtstag!!!

06/08/2010

Hier sehen wir Florian Gerd am Abend seines Geburtstages mit seinem neuen Rucksack nebst Trinkflasche und seinen neugekauften Laufschuhen (hier nicht im Bild) beim Umrunden des Klavierhockers (ohne fremde Hilfe). Man beachte die stylische Frisur – Zopf geht noch nicht, ein Iro aber durchaus.

(ausführlicher Bericht und weitere Bilder folgen, die sind aber noch im Besitz  der Kindesmutter und müssen erst eingelesen werden.)

04.08.2010, Ryvarden Kulturfyr

05/08/2010

Heute stand erstmalig ein Ausflug auf dem Programm – mit Babykraxe! Das Wetter bei der Abfahrt: bewölkt, kein Regen, aber nicht kalt. Ziel unseres Ausfluges (Überraschung!) ein Leuchtturm. Schon bei der Ankunft hatte sich das Wetter, wie sooft in Norwegen, total geändert – es schien die Sonne und war warm (ich hatte zwar ein T-Shirt an, aber leider auch lange Hosen).

Um zu dem Leuchtturm zu gelangen, muss man noch ca 2 km durch (Zitat Touristeninformation) „eine offene Küstenlandschaft“ wandern. Daher wurde Florian Gerd in den WatchTower gesetzt, um danach mit der Bemerkung: „Hoffentlich hat das Kind keine Höhenangst“ auf Mathias` Rücken in luftige 1,90  m gehoben zu werden.  Aber selbstverständlich war das Kind schwindelfrei un d begleitete Mathias die gesamte Strecke mit lustigen Gesängen (altersentsprechend). Anm. der Kindsmutter: Hinsichtlich der Sprachquantität reicht er an das Volumen von Susanne fast heran.

Ryvarden FyrNach ca 30 Minuten erreichten wir den Leuchtturm, Robert erwartete uns bereits leicht gelangweilt….

Neben dem Turm gibt es dort auch ein Cafe und wechselnde Ausstellungen.

In ersterem stärkten wir uns mit Kaffee und leckeren Waffeln, aus letzterer erwarb ich ein durchaus preiswert zu nennendes Keramikwandbild. Die Bilder der Ausstellung hingegen – sie sahen sehr gut aus – waren nicht ganz unsere Preisklasse …(2.500 Euro).

Nachdem alles fotografiert war, was es zu fotografieren gab und wir auch das Denkmal für die bei einem Schiffsunglück Ertrunkenen gewürdigt hatten, ging es auf den Heimweg. Die Sonne schien immer noch gnadenlos, was bei mir schon wieder Befürchtungen hinsichtlich Sonnenbrand auslöste…

Florian Gerd trug diesmal nichts zur Unterhaltung bei, er schlief schlicht und ergreifend ein.

Alles in allem verlief dieser erste Test mit dem Kind im Tragegestell zufriedenstellend.

Der Rest des Tages wurde mit der Vorbereitung des Geburtstages verbracht. Es mussten ja noch Kuchen und Törtchen gebacken werden. Die Sache mit dem Kuchen wäre beinahe schief gegangen – zunächst wurde statt Weiß- Vollkornmehl gekauft und dann fehlte der Kakao. Eine nochmalige Fahrt zum Supermarkt, hart am Tempolimit, in der irrtümlichen Annahme, er würde schon um 18 Uhr schliessen (tatsächlich 19 Uhr), behob auch diesen Mangel.

Der Jubilar in Lauerstellung bekam von allem natürlich nichts mit. Und wahrscheinlich war es ihm auch egal :-).

03.08.2010, auch Nichtstun kann anstrengend sein…

04/08/2010

Der heutige Tag wurde mit Müssiggang verbracht.

Zunächst füllten wir unsere Vorräte durch einen Besuch der beiden Supermärkte in Sveio auf. In einem gab es kein vom Maitre geordertes Sonnenblumenöl, im anderen die letzten beiden Stücken ungesalzene Butter (immer noch mein Highlight: die hier als „normal“ geltende gesalzene Butter mit Nutella….arghhh).

Nach der Rückkehr, bei weiterhin strahlendem Sonnenschein, wanderte die gesamte Mannschaft ans Wasser zum Boot. Ich bewaffnete mich zusätzlich mit meinem Fotoequipment, um einige Fotos im allgemeinen und Infrarotfotos im Speziellen zu schiessen. Diesmal auch entsprechend vorbereitet: eine neue CF-Karte, das Weissabgleichs-Referenzbild DURCH den Filter fotografiert und dann diverse Versuche an unterschiedlichen Stellen gemacht. Das Ergebnis war durchwachsen, die Sache mit der Scharfstellung klappte nur teilweise, keines meiner Objektive hat einen Infrarotpunkt (ich glaube, die ensprechenden Forenhinweise dazu kommen alle aus dem letzten Jahrtausend 🙂 ), leider hat aber bis auf die Tonne keines überhaupt eine Entfernungsmarkierung! Was also soll ich mit dem Hinweis, bei einem 2.8/50mm auf  14 m stellen (für Unendlich), wenn ich  nicht weiss, wo die 14 m sind…… Naja, die Motive sind gut, der Rest ist ausprobieren, wir sind ja noch ne Weile hier.

Irgendwann landete ich dann auch am Steg, hier waren schon alle für die Bootsfahrt vorbereitet, inklusive Florian Gerd. Die Sache mit der Schwimmweste passte ihm aber nicht so recht, was er lautstark zum Ausdruck brachte. Nach dem Ablegen verstummte er  zunächst, ob vor Entsetzten oder vor Freude war nicht so ganz klar. Ganz geheuer war ihm die Sache dann doch nicht, es dauerte eine Weile, bis ihn das permanente Motorengeräusch ein wenig wegdröseln ließ. Später wurde er mit einer Flasche ruhig gestellt, leider war die viel zu schnell alle, danach stieg der Geräuschpegel wieder und die Rückfahrt wurde angetreten.

Bootsfahrt

Florian Gerd verließ danach mit seinen Eltern im Schlepptau das Geschehen, um sich ein Mittag servieren zu lassen und bei einem Mittagsschläfchen das Erlebte zu verarbeiten.

Ich wurde währenddessen in einer zweiten Runde auch  über den Fjord gefahren. Es waren keine Wale zu sehen…..Nach unserer Rückkehr zum Haus wurde eine kleine Kaffeerunde eingelegt, danach gingen die Männer das Abendbrot besorgen …Zitat: „wir gehen nur mal kurz fischen..“. Das dauerte von 17.00-21.00 Uhr, offenbar ein spezielles Raum-Zeit-Kontinuum, ähnlich dem von Susanne. Deren „ich komme gleich“, umfasst ja bekanntlich auch Zeitspannen von 10-60 Minuten….mindestens.

Wenigstens betrug die Ausbeute 4 Fische, die, ensprechend vorbereitet, morgen eine Fischsuppe krönen sollen.

Wir Frauen warfen unsere Astralkörper derweil in den Whirlpool und chillten danach in der Sonne auf der Terasse. Erika kochte einen Schokoladenpudding, ich backte einen, aus dem Dänemarkurlaub übriggebliebenen Gullerodskake. Wohlig enspannt hatten wir dann jedoch keine Lust mehr, unseren Männern nach deren später Rückkehr ein warmes Mahl zuzubereiten. Der Maitre zauberte deshalb eine „Faule Weibersuppe“, die nunmehr aber doch von allen, gleich welchen Geschlechts, mit grossem Appetit verzehrt wurde. Derart gesättigt, fielen dann alle alsbald ins Bett.

02.08.2010, Zwischenbericht von Ulrike

02/08/2010

Die Frauen, ausser Katrin, die ja diesen Bericht schreibt, verabschiedeten in alter Tradition die auf den Beutezug gehenden Männer. Nachdem wir diese dann aus den Augen verloren hatten sobald das Motorengeräusch verklungen war, überredete ich die angehende Juristin den hinter dem Bootssteg liegenden Hügel zu erklimmen, um zu sehen, was dahinter ist.

Der Aufstieg gelang zunächst ohne Mühe. Auf dem Zenit des Hügels (hier kleine Pause, da Ulrike beim diktieren einen Lachkrampf bekam)…erwartete uns …(Einwurf Susanne: jetzt kommts)….ein Limes, der uns mehrere Minuten vor 3 Fragen stellte:

1) wie kommen wir da hinüber

2) welchen Sinn hat dieser Steinwall

3)wer hat ihn dorthin gebaut.

2 der 3 Fragen vermochten wir nicht zu beantworten, die dritte bewältigten wir, indem wir unter Zuhilfenahme eines Baumes eine niedrige, aber bemoste Stelle des Walls überwanden. Einen Weg gab es dahinter nicht. Wir schlugen uns daher im wahrsten Sinne des Wortes durchs Gehölz, wobei aufgrund des dichten Bodenbewuchses nicht zu erkennen war, auf welche Beschaffenheit unsere Füsse treffen würden. Unser Weg (der ja keine war) führte uns Richtung Meer, wobei Susanne in vager Inaussichtstellung eines drohenden Übels meinte, das, wenn sich die Aussicht nicht lohnen würde, sie zu nicht näher bezeichneten Mitteln der Rache greifen würde. Ich entgegnete, das ich dasselbe täte, wenn ich denn keine Wale sähe. Schliesslich öffnete sich der Blick auf den Fjord, die Aussicht war nicht überwältigend und es waren keine Wale zu sehen. Jedoch konnten wir unseren Blick auf die 4 Männer werfen, die offensichtlich schweigend, zumindest sehr inkommunikativ sitzend, die Angel jeweils in beiden Händen haltend, auf das Wasser starten. Das war ziemlich dröge, deshalb traten wir den Rückweg an. Susanne machte mich auf einen Käfer aufmerksam, den ich wegen eines Ekelanfalls nicht sehen, aber denoch fotografiert haben wollte.

Susanne sicherte ihr Überleben, indem sie sich an 3 vergessenen Blaubeeren labte. Der Rückweg war dann wesentlich leichter…bis wir den Limes erreichten. Ich glitt auf einem bemosten Stein aus, sodass ich rittlings auf dem Wall zu sitzen kam (leider nicht fotografisch festgehalten). Susanne mit ihren grazilen Beinen hatte es da wesentlich leichter. Ich konnte Susanne sodann darauf aufmerksam machen, dass ich Nadeln in der Hose hatte, was sie offenkundig nicht verstand und mit den Worten quittierte:

„Was, du hast MADEN in der Hose????????????“

Schon von oben auf dem Berg hörten wir Florian Gerd schreien. Ob die Babysitterin wohl mit ihm klargekommen ist? Schon hatten wir den Steg wieder erreicht. Nun begann unser zweites Abenteuer, nämlich das gegenseitige Absuchen nach Zecken. Leider auch hier, wie schon im letzten Jahr, eine echte Plage.

02.08.2010

02/08/2010

Die gesamte Mannschaft ist runter ans Wasser, also kann ich in Ruhe ein wenig schreiben. Kurz etwas zum Haus: es ist zwar teurer als unsere bisherigen Häuser, dafür aber auch besser als anderenvorherigen zusammen! Hier stimmt einfach alles. Die Einrichtung ist hochwertig und geschmackvoll, nicht aus Resten zusammengestoppelt. Die Küche ist neu und es ist von allem (Geschirr, Besteck, Gläser) ausreichend vorhanden. Besonders erwähnenswert der Kühlschrank mit eingebautem Eiscrusher, den sowohl Gerd als auch ich sofort mitnehmen würden. Ausserdem gibt es noch eine Duschkabine,hinter deren Funktionen ich bis jetzt noch nicht vollständig gestiegen bin. Ich weiss bereits, wie ich das Radio anschalte (!) – sehr wichtig in der Dusche *lach* und wie ich den „Regenwaldkopf“ anbekomme. Nachdem Kai die Kabine heute früh verlassen hat, begann es aus den Bodendüsen zu dampfen…obwohl er eigentlich nichts eingeschaltet hatte…Allerdings verfügt sie bedauerlicherweise über keinen Internetanschluss.

Es gibt eine riesengrosse Terasse mit ausreichenden und vollständigen Möbelgarnituren. Und natürlich den Whirlpool.

Und es scheint die Sonne. Daher werde ich jetzt zunächst aufhören(zumal die Frauen und Flo wiederkommen) und einen auf spätrömische Dekadenz machen: Campari-Orange, aufgefüllt mit gecrushtem Eis aus dem geilen (sorry) Kühlschrank und ab in den Pool.

(kh)

01.08.2010, nachmittag

02/08/2010

Gegen 15.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Stavanger Flughafen. Unterwegs wollten wir nach einem am Sonntag geöffneten Supermarkt gucken, waren aber erfolglos. Sonstige Highlights waren die Fähre Mortavika – Arsvagen ( die gefühlt halb Norwegen benutzen wollte, so dass der Fahrplan Makulatur war und die Schranke 3(!) Autos vor uns runterging) und die beiden Tunnel mit 7 bzw 8 % Gefälle und einer Tiefe von 125 bzw 250 m unter dem Wasser. WIR waren trotzdem pünktlich – der Flieger aus Berlin leider nicht. Statt der avisierten 18.35 erfreute uns die Anzeige mit der voraussichtlichen Ankunftszeit 19.20. Kai-Uwe bekam schlagartig schlechte Laune, da half auch der überteuerte Kaffee von 7Eleven nicht mehr. Aber siehe da, es geschehen noch Zeichen und Wunder….20.05, beim nächsten Blick auf die Tafel „gelandet 19.01“ Glück gehabt!!