Archive for the ‘weitere Umgebung’ Category

Donnerstag, 14.08.2008, Trollstigen

16/08/2008

Das Wetter ist zwar nicht übermässig berauschend, soll heissen: es ist bewölkt, es nieselt, gelegentlich schüttet es aus Kannen, bei ansonsten nicht unangenehmen Temperaturen – trotzdem wollen wir heute eine Rundtour mit Fahrt über den Trollstigen machen.

Susanne hat HIER die Webcam des „Trollstigen Camping und Gjestegård“ gegoogelt (was sonst) und nun sind wir alle der festen Überzeugung, dass dort das Wetter viel viel besser ist als hier.

Gerd bleibt zu Hause, der Rest bricht gegen … tja, das muss ich noch raussuchen, ich würd ja gerne hier meine per GPS-Logger aufgezeichnete Fahrtroute mit allen Daten reinsetzen, ABER ICH WEISS NICHT, WIE ES GEHT!!!…Uhr auf.

Halb zwei sind auch wir für 10 Minuten für alle Welt zu sehen, wir parken im Sichtbereich der erwähnten Live-Cam. Der Campingplatz hat den obligaten Souvenirshop und Robert quengelt solange, bis nun endlich ein neues Basecap gekauft wird. Eine Norwegen-Fahne ist auch drauf, allerdings erschliessen sich mir die übereinandergestickten N und Y in diesem Zusammenhang nicht, ich hielt das bisher immer für das Kürzel von New York. Offenbar kann man es auch als NorwaY deuten?! Naja, nun hat die liebe Seele erst mal Ruh. (Da ich den Text nachträglich schreibe, kann ich ausnahmsweise genau sagen, wie lange. Nämlich bis zum Montag, dem Abreisetag und zwar dem Moment, als wir auf dem Parkplatz am Hochzeitsstein noch ein Softeis essen und Robert an der Eisbude ein Basecap erblickt……)

Dieser Baum steht übrigens auf der anderen Strassenseite  des Campingplatzes und ich finde es irgendwie Klasse, das man ihn so stehen lässt. Wenn das Wetter wie heute trübe und leicht regnerisch ist, strahlt das einen leicht morbiden Charme aus 🙂

Ulrike und ich treffen letzte Vorbereitungen an der Fotoausrüstung, die Sitzverteilung wird noch mal geändert (aus ebenfalls fotografischen Gründen) und dann geht es los Richtung Serpentinen. Da man sie auf den Bildern wegen des Nebels nicht sieht, hier mal ein abfotografierte Schild.

2003 sind wir diese Strecke das erste Mal gefahren. Da war die Strecke schon genauso atemberaubend – aber bei weitem nicht so touristisch ausgebaut.

(wird fortgesetzt – also immer mal wieder reinschauen 😉 )

Sonnabend, 09.08.2008, Fahrt nach Ona

10/08/2008

Bis nachmittag relaxen in der Sonne und im Pool, gegen 17.00 Abfahrt nach Alesund zur Tour nach Ona Fyr.

Die Fahrt nach Ona wollten wir ja eigentlich schon im letzten Jahr machen, sie scheiterte sowohl an den seltenen als auch späten Abfahrten. Bei unserem Alesund-Besuch am Vortag (mein erster Gang hatte mich selbstverständlich in die Touristeninformation geführt – ich sage nur: Sekundärliteratur) stellten wir fest, dass in diesem Jahr die Tour zeitlich vorverlegt wurde. Das Wetter liess sich auch gut an, also buchten wir am Vormittag rasch übers Internet die Plätze, sicher ist sicher, schliesslich hat so ein Katamaran nicht unbegrenzte Plätze. Während der Hinfahrt kurzzeitige Verwirrung, da die Abfahrtszeit im allgemeinen Alesund-Touristenkatalog mit 18.00 Uhr, an allen anderen Stellen einschliesslich Internet jedoch mit 19.00 Uhr angegeben ist. Kai drückt also ein wenig aufs Gas, wir hetzen zur Bezahlung…. und sie fährt natürlich doch erst 19.00 Uhr. Somit bleibt ausreichend Zeit für ein weiteres leckeres Softeis und auch für den Cruiser-Kai, wo wir das heutige Hurtigrutenschiff erwarten, die MS Lofoten.

Schliesslich gehen wir zur Abfahrtsstelle und beobachten die dort bereits versammelten Mitreisenden, was alleine schon einen gewissen Unterhaltungswert hat. Unter anderem eine sehr sehr dicke -adipös ist eigentlich masslos untertrieben- Frau mit ihrem leider ebenso dicken Sohn. Die beiden werden uns unter anderem dadurch in Erinnerung bleiben, weil sie ungelogen die GESAMTE Fahrt über essen….

Endlich kommt der Katamaran und es geht los.

Unterwegs bieten sich wunderbare Ausblicke auf die vorbeiziehende Landschaft. Man sieht sowohl die Berglandschaft zwischen Alesund und Molde am Ufer, als auch die vielen kleinen vorgelagerten Inseln und Inselchen, auf denen manchmal nur ein kleines Leuchtfeuer steht, manchmal aber tatsächlich auch einige Häuser.

Nach 1 1/2 Stunden Fahrt erreichen wir schliesslich unser Ziel, die kleine Insel Ona mit seinem markanten Leuchtturm.

Ona fyr

Ona fyr

Ona selbst ist das, was man als „pitoreskes“ Fischerdorf bezeichet (ich musste das jetzt schreiben), wieviele Leute dort ständig wohnen, entzieht sich meiner Kenntnis, der Jüngste ist jedenfalls 47(!). Während unseres Aufenthaltes schien die Sonne, es war warm und die See ruhig – wenn von all dem das Gegenteil eintritt – ist das zwar sicher interessant, aber ich möchte es doch lieber nicht wirklich erleben. Bzw wenn, dann nur aus der sicheren Entfernung einer Webcam..

Nach der Besteigung des Leuchtturm-Berges und ausgiebigem fotografieren begeben wir uns in die Havstua, um die berühmte Fischsuppe zu verspeisen. Sie ist tatsächlich sehr lecker, über den Preis wollen wir mal keine weiteren Worte verlieren …. typisch norwegisch eben.

Kurz vor 21.00 Uhr geht es wieder gen Alesund.

Inzwischen geht die Sonne unter, was bei den vielen Inseln natürlich wieder tolle An- und Ausblicke beschert. Wir kommen auch am Alesunder Flughafen Vigra vorbei, der liegt ja ebenfalls auf einer der vorgelagerten Inseln – muss ein irrer Anblick bei Start und Landung sein.

Kurz nach 22.00 Uhr sind wir wieder im Alesunder Hafen und da wir das Schiff diesmal übers Ober- und nicht übers Unterdeck verlassen, ist auch die Frage des Tidenhubs hier in der Region ein für alle Mal geklärt 🙂

zurueck-in-alesund-22-uhr

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