Heute früh ist zeitiges Aufsehen angesagt, Ulrike und Gerd müssen leider schon wieder nach Hause fahren. Gegen 9.00 Uhr brechen sie auf, die Fahrtroute steht noch nicht ganz fest, sie schwanken zwischen Trollstigen, Geiranger, Gamle Strynfjellvegen….
Wir gehen erstmal in den Whirlpool und fahren zu 13.00 nach Ikornnes zu Ekornes. Ich hatte bei der Bestellung der Ona-Fahrt gelesen, dass dort heute eine Fabrikbesichtigung stattfindet. So komme ich nach 2 Jahren doch endlich dazu.
Für alle, die mit dem Namen Ekornes nicht sofort was anfangen können: das sind die, die die guten Stressless-Sessel herstellen.

Ekornes
Bei unserer Ankunft sind schon recht viele „Mitbesichtiger“ da, darunter mehrere nach Amerika ausgewanderte Norweger, die hier zu Besuch sind, sowie Karl-Heinz und Inge. Ersterer ist mit einer Norwegerin verheiratet und hat Inge zu Besuch. Sie fallen uns deshalb auf, weil Inge alles ganz genau wissen will und Karl-Heinz ständig ruft: „Inge, nun komm doch mal…“
Von der Rezeptionistin bekommt jeder ein eigens für ihn angefertigtes Namensschildchen. Bei Roberts Anblick kurzes stutzen – eigentlich ist der Aufenthalt in der Fabrik erst ab 12 Jahren erlaubt. Aber der Guide drückt ein Auge zu, Robi kommt an die Hand und los gehts.
Wir laufen den gesamten Produktionsprozess ab, sehr interessant; teilweise reine Handarbeit, teilweise aber auch Einsatz von Maschinen, wie Schleif- und Lackierrobotern. Die Firma produziert in Ikkornes ausschliesslich Stressless-Sessel. Es gibt noch mehrere andere Standorte, die stellen die mehrteiligen Sitzgruppen und auch Matrazen her.
Aufgrund der vielen Handarbeit hat das Ganze auch seinen Preis, wir beschliessen jedenfalls, lieber weiterhin hierher in Urlaub zu fahren, anstatt unser Geld in diese Möbel zu stecken …
Übrigens verdankt die Region der Firma sowohl die Brücke (wenn auch mautpflichtig) als auch das bereits erwähnte Schwimmbad.
Nach dem Rundgang sehen wir noch einen kurzen Film, danach gibt es Kaffee und Kuchen in der Werkskantine. Wobei der Begriff hier völlig fehl am Platze ist, da sie gleichzeitig als Ausstellungsraum für alle Ekornes-Produkte dient.
Für weitere Informationen sei der Vollständigkeit halber die Adresse vermerkt: http://www.ekornes.de/
Nach unserer Rückkehr beschliessen meine beiden „kleinen“ Männer und ich, nochmal auf Angeltour ins Svartebekken zu gehen. Wir graben rasch ein paar Regenwürmer aus und ab geht es. Anfänglich sind wir uns nicht ganz soooo einig, wo wir denn nun genau angeln wollen, nachdem dann ein Angelhaken ein Opfer der Botanik geworden ist, soll es doch wieder die alte Gegend sein.

Leider zeigen sich die Fische völlig unbeeindruckt – es beisst einfach keiner. Ich bin bereits fest davon überzeugt, dass nach dem starken Regen überhaupt kein Fisch mehr da ist – prompt beisst einer an!
Von diesem Erfolg geradezu berauscht, ziehen wir langsam flussabwärts und bringen es schliesslich auf sage und schreibe 12 Fische. Bei einer weiteren Haken-Rettungsaktion entdecke ich am Ufer(abhang) Pfifferlinge, die ich mit Hilfe von MartinSchatz© mit einer durchaus sehenswerten akrobatischen Leistung einsammle. Schliesslich haben wir alle die Nase voll (ich denke schon mit Grausen an die stundenlange Nachbereitung – da sind dann komischerweise alle verschwunden), die Mücken werden auch immer mehr, und so gehts wieder nach Hause.
Ich brate die Fische übrigens lediglich in Butter – lecker……..
Vom Zeitaufwand her ist es jedenfalls so: 30% fangen, 60% ausnehmen und zubereiten und 10% essen. Aber wir haben alle unseren Spass gehabt und geschmeckt hat es auch.