Archive for the ‘nähere Umgebung’ Category

Hurra – endlich wieder Sonntag

14/03/2010

Warum diese euphorische Überschrift? Weil – als untrügliches Zeichen des nahenden Frühjahrs – unser geliebter Eisladen seine Winterpause beendet hat und zunächst jeden Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet hat.

Banane, Erdbeer, Mango… eigentlich Sorten die ich ablehne, da sie meist absolut künstlich schmecken (..wir danken der Firma Ba… für die Zuverfügungstellung der Aromastoffe…) – hier ist das nicht der Fall.

Lecker, lecker …einziger Wermutstropfen: die Kalorien, die Kalorien

Sonnabend, 16.08.2008 Hjørundfjord, Trandal

18/08/2008

Erika wird heute gegen 5.30 vom Lärm der Hirsche auf der Wiese wach, sie beobachtet dann gemeinsam mit Susanne ca 50 Tiere. Darunter auch mehrere Jung-Hirsche, die sich behakeln und lustige Laute von sich geben.

Nach dem Frühstück geht es nochmal nach Sykkylven, einen letzten Einkauf erledigen. Kaum zurück, macht John sein Versprechen vom Vorabend war und nimmt die Kinder mit dem Chevi-Pickup mit auf eine Spritztour nach Hundeidvika.

Silverado

Silverado

Und danach geht es mit der Selena Bella auf grosse Fahrt nach Trandal. Dort residiert sein Freund Frank. Aber dazu später.

Die Spritpreiserhöhung macht auch vor Norwegen nicht halt, nicht mal vor dem Bootsdiesel, daher meint John, wir fahren lieber langsam (ist eh gemütlicher). Bei Volllast verbrauchen die beiden Motoren 120 Liter Diesel in der Stunde….

Robert übernimmt wieder das Steuer – wenn man bereits eine grosse Fähre gesteuert hat, ist dieses Schiff hier natürlich eine Kleinigkeit ,-)

Der Hjørundfjord ist zwar nicht so bekannt wie der Geiranger, steht ihm aber in nichts nach. Auch hier gibt es Berghöfe an absolut unzugänglichen Stellen, Wasserfälle und….es gibt Schweinswale! Plötzlich sind sie da, über den ganzen Fjord verteilt.

Freitag, 15.08.2008, Besichtigung Ekornes, Fische fangen

16/08/2008

Heute früh ist zeitiges Aufsehen angesagt, Ulrike und Gerd müssen leider schon wieder nach Hause fahren. Gegen 9.00 Uhr brechen sie auf, die Fahrtroute steht noch nicht ganz fest, sie schwanken zwischen Trollstigen, Geiranger, Gamle Strynfjellvegen….

Wir gehen erstmal in den Whirlpool und fahren zu 13.00 nach Ikornnes zu Ekornes. Ich hatte bei der Bestellung der Ona-Fahrt gelesen, dass dort heute eine Fabrikbesichtigung stattfindet. So komme ich nach 2 Jahren doch endlich dazu.

Für alle, die mit dem Namen Ekornes nicht sofort was anfangen können: das sind die, die die guten Stressless-Sessel herstellen.

Ekornes

Ekornes

Bei unserer Ankunft sind schon recht viele „Mitbesichtiger“ da, darunter mehrere nach Amerika ausgewanderte Norweger, die hier zu Besuch sind, sowie Karl-Heinz und Inge. Ersterer ist mit einer Norwegerin verheiratet und hat Inge zu Besuch. Sie fallen uns deshalb auf, weil Inge alles ganz genau wissen will und Karl-Heinz ständig ruft: „Inge, nun komm doch mal…“

Von der Rezeptionistin bekommt jeder ein eigens für ihn angefertigtes Namensschildchen. Bei Roberts Anblick kurzes stutzen – eigentlich ist der Aufenthalt in der Fabrik erst ab 12 Jahren erlaubt. Aber der Guide drückt ein Auge zu, Robi kommt an die Hand und los gehts.

Wir laufen den gesamten Produktionsprozess ab, sehr interessant; teilweise reine Handarbeit, teilweise aber auch Einsatz von Maschinen, wie Schleif- und Lackierrobotern. Die Firma produziert in Ikkornes ausschliesslich Stressless-Sessel. Es gibt noch mehrere andere Standorte, die stellen die mehrteiligen Sitzgruppen und auch Matrazen her.

Aufgrund der vielen Handarbeit hat das Ganze auch seinen Preis, wir beschliessen jedenfalls, lieber weiterhin hierher in Urlaub zu fahren, anstatt unser Geld in diese Möbel zu stecken …

Übrigens verdankt die Region der Firma sowohl die Brücke (wenn auch mautpflichtig) als auch das bereits erwähnte Schwimmbad.

Nach dem Rundgang sehen wir noch einen kurzen Film, danach gibt es Kaffee und Kuchen in der Werkskantine. Wobei der Begriff hier völlig fehl am Platze ist, da sie gleichzeitig als Ausstellungsraum für alle Ekornes-Produkte dient.

Für weitere Informationen sei der Vollständigkeit halber die Adresse vermerkt: http://www.ekornes.de/

Nach unserer Rückkehr beschliessen meine beiden „kleinen“ Männer und ich, nochmal auf Angeltour ins Svartebekken zu gehen. Wir graben rasch ein paar Regenwürmer aus und ab geht es. Anfänglich sind wir uns nicht ganz soooo einig, wo wir denn nun genau angeln wollen, nachdem dann ein Angelhaken ein Opfer der Botanik geworden ist, soll es doch wieder die alte Gegend sein.

Sykkelva2

Leider zeigen sich die Fische völlig unbeeindruckt – es beisst einfach keiner. Ich bin bereits fest davon überzeugt, dass nach dem starken Regen überhaupt kein Fisch mehr da ist – prompt beisst einer an!

SykkelvaVon diesem Erfolg geradezu berauscht, ziehen wir langsam flussabwärts und bringen es schliesslich auf sage und schreibe 12 Fische. Bei einer weiteren Haken-Rettungsaktion entdecke ich am Ufer(abhang) Pfifferlinge, die ich mit Hilfe von MartinSchatz© mit einer durchaus sehenswerten akrobatischen Leistung einsammle. Schliesslich haben wir alle die Nase voll (ich denke schon mit Grausen an die stundenlange Nachbereitung – da sind dann komischerweise alle verschwunden), die Mücken werden auch immer mehr, und so gehts wieder nach Hause.

Ich brate die Fische übrigens lediglich in Butter – lecker……..

Vom Zeitaufwand her ist es jedenfalls so: 30% fangen, 60% ausnehmen und zubereiten und 10% essen. Aber wir haben alle unseren Spass gehabt und geschmeckt hat es auch.

Dienstag, 12.08.2008, Geirangerfjorden

14/08/2008

Heute wollen wir in den Geirangerfjord, diesmal mit der Fähre von Hellesylt. Wir lassen das Auto am Hafen stehen und entern schnellen Schrittes, an den Bustouristen vorbei, das Oberdeck.

Die Fahrt führt zunächst durch den Storfjord, dann biegen wir in den Geirangerfjord ein.

Besonders beeindruckend die Höfe in schwindelerregender Höhe. Man fragt sich, was die Leute dazu gebracht hat, sich dort anzusiedeln.

Zwischendurch tauchen mal links, mal rechts des Weges die berühmten Wasserfälle  „Sjue Søstre“, „Brudesløret“ und „Friaren“ auf.

In Geiranger angekommen, liegt ein Kreuzfahrtschiff vor Anker; die Hurtigrute kommt mit etwas Verspätung auch noch angedampft. Es ist wieder nett zu beobachten, wie die Kreuzfahrttouristen ein- und ausgebootet werden…..

Der Ort Geiranger hat nur 300 ständige Einwohner – in der Hauptsaison dürfte sich die Zahl der Besucher durch Kreuzfahrttouristen und Durchreisende auf das 2000fache erhöhen. An manchen Tagen liegen 5 Kreuzfahrtschiffe vor Anker, dazu kommt noch die Hurtigrute…. Dementsprechend besteht der Ortskern aus dutzenden Touristenbuden. Da findet man dann neben dem üblichen überteuerten Kitsch (selbst in unserem Sprachbuch taucht der unter der Rubrik „typist norsk – made in Taiwan“ auf) aber auch folgende lustige Schilder:

Schild 1

Schild 2

Aber auch wir können uns dem Rummel nicht ganz entziehen und erwerben – vorsichtig ausgedrückt – einige norwegische Outdoorartikel. Die Suche nach dem obligaten Basecap für Robert bleibt allerdings weiterhin erfolglos – das Angebot ist zu gruslig… Aber wir  geniessen  wieder ein leckeres Softeis. Das gibt es hier nur mit 2 Sorten Topping zur Auswahl, dafür aber fast doppelt so teuer.

Gegen 14.00 Uhr wollen wir die Rückfähre nehmen, da rechtzeitiges Erscheinen ja bekanntlich die besten Plätze sichert und schon wieder mehrere Busladungen am Kai bereitstehen, machen auch wir uns auf den Weg. Aber als purer Fusstourist ist man bedeutend besser dran, als wenn man noch ein Fahrzeug dabeihat. Vom Preis mal ganz abgesehen (die beteiligten Personen wissen, was ich meine 🙂 ). So rauschen wir an unseren sächsischen Mitbürgern vorbei, um diesmal die andere Seite des Fjordes zu bewundern. Robert hat selbstverständlich schon wieder Hunger und bekommt ein Rekesmørbrød; ich kämpfe mit meinem Fotoequipment, bin ständig am Objektiv- und Filterwechsel. Leider springt Kai auf mein Gemurmel von einer zweiten Kamera nicht an. Aber steter Tropfen höhlt ja bekanntlich den Stein 😉 …

Impression Rückfahrt

Impression Rückfahrt

Nach einer guten Stunde sind wir wieder in Hellesylt angelangt. Merkwürdigerweise taucht kurz vor der Ankunft, an genau der selben Stelle wie bei der Ausfahrt, ein grösseres Tier an der Wasseroberfläche auf – vielleicht ein Delfin oder Schweinswal. Hektisches Geklicke auf dem gesamten Schiff, man sieht nichts genaues. Wir amüsieren uns bei der Vorstellung, das es ein ferngesteuertes Was-auch-immer ist und der Sender irgendwo am Ufer steht und sich ins Fäustchen lacht.

Zum Schluss noch zwei Fotos: das eine zeigt den Sunnylvsfjorden und den Eingang zum Geiranger, das andere einen Schnappschuss von unterwegs.

Kreuzfahrtschiff bei der Ausfahrt aus dem Geiranger in den Sunnylvsfjord

Unerwegs

Unterwegs

Mittwoch, 06.08.2008, Norangsdalen

10/08/2008

Heute Fahrt ins Norangsdalen. Es ist das engste Tal hier in der Region, am Ende stösst man auf den Norangsfjord/Hjørundfjord und das kleine Örtchen Øye. In Øye gibt es das Union-Hotel, ein wiederaufgebautes wunderschönes altes Gebäude, in dem schon so ziemlich jeder Monarch von Rang und Namen genächtigt hat.

Wir haben es uns gerade an einem schönen Picknickplatz gemütlich gemacht, als uns kurzer, aber umso kräftiger Regenschauer zur Rückfahrt veranlasst. Kaum um die nächsten Berg gefahren, scheint schon wieder die Sonne. Aber das ist es, was ich an Norwegen so liebe.

Unterwegs liegt ein kleiner See, der Anfang des letzten Jahrhunderts durch einen Erdrutsch entstanden ist. Bei gutem Wetter kann man noch die Reste der Almbegrenzung und die Fundamente der Hütten am Seegrund erkennen.

Wie diese Hütten früher einmal ausgesehen haben müssen, sieht man hier:

Auf der Heimfahrt finden wir noch diese Steinbrücke:

Und wir kommen wieder bei bestem Wetter an der Einfahrt zum Geirangerfjord vorbei:

Diese Aussicht fasziniert mich jedesmal aufs Neue.

(kh)

Freitag, 01.08.2008

05/08/2008

Wie immer am Ankunftstag – strahlender Sonnenschein. Eigentlich schon wieder viel zu heiß. Also wird nach letztem Auspacken und Wegräumen der Sachen allseits gegammelt, auf der Wiese, auf dem Trampolin, im Whirlpool… Mathias bietet uns wie immer einen Campari an, was wir uns natürlich in diesem Falle nicht entgehen lassen.

Plötzlich tauchen John und Kristoffer auf, die uns mehrere Negativstreifen vors Gesicht halten und auf die Sonne zeigen. Richtig, wir hätten es fast vergessen – die Sonnenfinsternis, hier im Norden mit einer Abdeckung von 50% zu beobachten. Eigentlich bin ich ja der Fotograf, aber DIE Idee kommt von Kai: meine guten Infrarotfilter. Leider habe ich sie nur mit einem Filterdurchmesser von 52 und 58mm, das gute Teleobjektiv (nochmal vielen Dank an Manne) hat aber einen Durchmesser von 66mm.

Dank Gerd-MacGyver und Siggis schwarzem Telekom-Isolierband wird das, was nicht passt, passend gemacht. Und so gelingen tatsächlich ganz passable Bilder von der „Sofi“.

Gegen Nachmittag dann wollen wir das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und zunächst ins Freibad nach Sykkylven und danach einkaufen. Das Freibad klemmen wir uns dann doch, es ist sehr voll – Robert ist darüber ein wenig traurig. Stattdessen geht es gleich über die „bemautete“ (DAS musste ich jetzt mal so schreiben) Brücke (38 NOK) zu einem ersten Einkauf. Der verläuft trotzt vorherigem Einkaufszettelschreiben ein wenig chaotisch, aber letztlich haben wir alles und düsen wieder retour.

Unter erschwerten Bedingungen versuchen sich Ulrike und Mathias an der Herstellung von Schweizer Kartoffelröstis, scheitern zunächst an unbeschichtetem Pfannenmaterial sowie ungleichmäßiger Erhitzung des Herdes. Kurz vor Aufgabe wird dann doch eine halbwegs brauchbar beschichtete Pfanne gefunden, die uns das Werk vollenden läßt. Die hergestellten Exemplare haben zwar nicht mehr viel mit ihren Namensvettern gemein, werden jedoch neben 1,2 kg „Kvark“ restlos verspeist.

Nach dem Abendbrot entsteht der spontane Entschluss eines Kurzauflugs. Wir laufen nach „Hundevika“ (korrekt Hundeidvika, gesprochen Hüneivika). Erstens verbrennen wir Kalorien, zweitens geniessen wir die Landschaft, drittens kann man schöne Fotos machen (ich trage den Fotorucksack und Mathias das Stativ) und zu guter Letzt wollen die Jungs/Männer schon mal probeangeln. Kai als Versehrter darf zu Hause bleiben, will uns aber später wieder einsammeln, tja und Susanne…Susanne leistet natürlich ihrem armen Vater Gesellschaft, damit er nicht so alleine ist.

Auf der Rückfahrt (mit mir am Steuer) , noch ein kurzer Stop in Tusvik am See. Zum Zeitpunkt der Aufnahme ist es ca 22.00 Uhr, man merkt eben schon deutlich, dass die Tage wieder kürzer werden. Der Kultusministerkonferenz sei Dank beginnen die Ferien ab 2010 wieder einen Monat früher, was zwar heisst, dass wir eher fahren könnten, ob sich das arbeitstechnisch allerdings machen läßt, steht auf einem anderen Blatt. Und auch für Susanne dürfte dieser frühere Termin ein Problem darstellen, aber es sind ja auch noch zwei Jahre, wer weiss, was dann alles ist…..