Ehrlich gesagt weiß ich garnicht mehr so genau, was wir an diesem Tag gemacht haben. Wahrscheinlich NICHTS.
Was aber im Urlaub ja auch nicht weiter schlimm ist 🙂
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8.7.11, Freitag
12/07/20117.7.11, Stavanger & Kvadrat
12/07/2011Bei schönstem Sonnenschein machten wir uns auf nach Sola, um Susanne vom Flughafen abzuholen.
Es gibt ja keine Region in Norwegen, die nicht mit Superlativen aufwarten kann: tiefster Fjord, längster Fjord, höchster Berg, längste Freileitung übers Wasser… irgendwas findet sich immer.
Und so erstaunt es nicht, dass wir hier „Europas pünktlichsten Regionalflughafen'“ betraten! Im Gegensatz zum letzten Jahr stimmte es sogar, Susanne kam überpünktlich an. Sehr zum Ärger von Florian, der gerne noch weitere Runden mit der Rolltreppe gedreht hätte.
Wo wir nun schon einmal in Stavanger waren, musste auf Wunsch einer einzelnen Dame „Westnorwegens grösstes Shoppingcenter“ Kvadrat aufgesucht werden. Dieses erwies sich (nachdem wir es denn endlich gefunden hatten), als etwas runtergekommenes „Kennste Eines, kennste Alle“ . Immer die üblichen Verdächtigen, von VeroModa über BikBok, H&M bis zu Kappahl. Selbst die hier sehr verbreiteten 3für2-Reduzierungen führten nicht zum Kaufrausch. Wobei sich dieser sowieso in Grenzen hielt – Ulrike war kurzzeitig der Meinung, ihre gesamten Papiere befänden sich mit Gerd auf dem Weg nach Deutschland. Die SMS „Nein, liegt im Zimmer in der Schale mit deinen Socken unter meinem Hemd“ erreichte sie erst unterwegs. Erfolgreichster Kauf waren 5 Schalen Erdbeeren für sensationelle 100 Kronen sowie je ein Paar Schuhe für Florian und Robert. Leicht desilusioniert machten wir uns auf den Rückweg…
….nicht ohne jedoch von Susanne auf die weiteren 3 Shopping-Center in der näheren Umgebung hingewiesen zu werden.
Zum Schluss noch ein paar Bilder von Susanne aus dem Flugzeug.
6.7.11, Rundwanderung und was davon übrig blieb
12/07/2011Nachdem sich alle von der Zahnarztaktion ein wenig erholt hatten, stand einem ersten Ausflug an die Küste samt Wanderung nichts im Wege. Bei schönstem Sonnenschein ging es los.
Nach dem durchqueren eines Schafgatters mit einer traumhaft grünen Badewanne – ganz rechts im Bild – ging es ins Gelände.
Dieses entpuppte sich als recht felsig und feucht, nicht alle Mitwandernden waren schuhtechnisch darauf eingestellt. Am besten hatte es wie immer Florian Gerd, der sich im Watchtower auf dem Rücken seiner Mutter befand und uns mit gelegentlichen Begeisterungsschreien erfreute. Leider wurde der Untergrund so unwegsam, dass wir uns nach einer halben Stunde zur Umkehr entschlossen. Auf dem Weg befindliche Wasserstellen wurden von allen mit akrobatischen Geschick gemeistert.
Nach dem Erreichen festen Untergrundes gab es auch für „the next generation“ kein Halten mehr – beide stürmten zum Auto.
Beim betrachten einer Infokarte am Startpunkt stellten wir übrigens fest, dass der Weg – jedenfalls bei gutem Wetter und ausreichendem „Trocknungsvorlauf“ – schön an der Küste entlang führt und am Ryvarden Fyr endet – dem Leuchtturm, den wir schon letztes Jahr besucht hatten. Da jedoch auf einem glatten Touri-Pfad von ca 30 min Gehzeit.
5.7.11, mal was Neues, Teil 2
08/07/2011Punkt 10 Uhr machten sich Kai, Gerd und Ulrike auf den Weg nach Haugesund. Die Zahnarztpraxis entpuppte sich äusserlich als heimeliges , typisch norwegisches Eckhaus. Die Praxis selbst war hochmodern ausgestattet und der Zahnarzt (kein Deutscher) ein netter Nordländer. Genauere Beschreibung durch die Patientin selbst sind nicht möglich – sie hatte die Brille abgenommen und schlotterte vor sich hin. Seelischer Beistand fehlte, da Kai eine norwegische Angelzeitung und Gerd einen Reisebericht über Istanbul (ebenfalls auf norwegisch) lasen. Der Zahnarzt warf nur einen Blick auf das Corpus Delicti und rief sofort „Anästhesie“ – um dann ohne weitere Nachfrage die obere Kauleiste zu betäuben. Auf Ulrikes verschreckte Nachfrage, ob er den Zahn jetzt ziehen werde, erklärte er Kai a) dass dem nicht so sein und er b) im Übrigen in der Schule Deutsch gehabt hätte und daher alles verstehen würde, aber nicht mehr sprechen könnte. Kai unterhielt sich daraufhin norwegisch mit ihm.
Nach 20 min war der Zahn hilfssaniert und Ulrike um 150 Euro ärmer.
4.7.11, mal was Neues…
08/07/2011Immer mal was Neues, dachte sich Ulrike und verkündete uns am Montag gg Mittag , dass ihr ein Stück Zahn rausgefallen sei. Damit war es Zeit für den ultimativen Test des norwegischen Gesundheitssystems.
Im Supermarkt in Førde gab es einen kleinen Wegweiser für die Region, der enthielt einen Hinweis auf das örtliche Gesundheitszentrum in Sveio. Dieses entpuppte sich als hypermoderner Bau mit einer Krankenschwester. Die konnte uns aber auch nicht weiterhelfen, der Zahnarzt kommt nämlich nur 2x in der Woche (heute jedoch nicht) und ausserdem sei Urlaubszeit… Sie druckte uns aber einen Zettel aus, mit mehreren regionalen Arztpraxen. Wobei regional ein Gebiet von Haugesund bis Bømlo umfasst.
Wieder im Ferienhaus angekommen, telefonierte Kai 9 Arztpraxen ab, die aber bis auf eine um 15.30 Uhr nicht mehr arbeiteten. Nur in einer Einzigen ging noch jemand ans Telefon – und Kai gelang es tatsächlich, für den nächsten Tag um 10.50 einen Termin zu vereinbaren.
3.7.11, Angeln – erster Versuch
08/07/2011Die Männer nutzten F.G. Abgang in Morpheus Arme, um zu einem ersten Angelausflug aufzubrechen. Tatsächlich war der Versuch von Erfolg gekrönt, es wurde ein Hornhecht gefangen. Lt Wikipedia wird der gewöhnliche Hornhecht wird 1 Meter lang – unser war eher ungewöhnlich. Nichts desto Trotz reichte es für alle – zumal F.G. seine Portion verschmähte. Dies lag daran, dass ihm zuvor erklärt wurde, das Kopf und Schwanz die Katze bekäme, er wollte auch den Rest weggeben. Ansonsten schmeckte der Fisch gut, wenn auch die grünen Gräten etwas gewöhnungsbedürftig sind.
Für eine Fischsuppe reichte es nicht!
Anreise 2ter Tag
04/07/2011Der Tag begann für 2 Drittel der Mannschaft um 7 Uhr, für den Rest bereits um 5.30.
Nach dem Frühstück und einem weiteren Besuch in der Spielecke machten wir uns gegen 10 Uhr auf den Weg in den nahegelegenen Hafen – gemeinsam mit gefühlten 1000 weiteren Urlaubswütigen.
Im Gegensatz zum letzten Urlaub war Familie F/M auf dem Voucher vermerkt – wir erwarteten also diesmal keine Probleme. Denoch wäre die Einreise fast gescheitert. Am Kontrollpunkt wurden Insassen nochmals mit den Namen auf der Passagierliste abgeglichen. Der junge Mann zählte also folgende Buchungen auf: M u e l l e r, G e r h a r d (wieder das Problem mit dem Gerhard); dann Blick auf die Rückbank, wo er problemlos Fechner Ulrike und Florian erkannte. Bei Nennung seines Names riss F.G. triumphierend die in seinem Arm befindliche Plüschmaus in die Höhe und brüllte freudig: und MAIK! Woraufhin der junge Mann in wieherndes Gelächter ausbrach, das Fehlen von Maik auf der Liste konstatierte, sich jedoch (nachdem er sich beruhigt hatte) zu einer Einreise durchringen konnte.
..Ein Bild sagt mehr als tausend Worte….
Die Überfahrt war laut und teuer. Nicht sosehr was den Preis der Passage betrifft, aber was soll man schon einem lausigen Kaffee (nach 10 min Anstehen) für 4 Euro und einem Stück Pizza (nochmal 10 min Anstehen) für 10 Euro sagen. Offenbar kann sich ColorLine nur so finanzieren…
Wenigstens trafen wir pünktlich in Kristiansand ein. Leider war auch der Regen mitgereist und ausserdem scheint noch keiner der dort Zuständigen gemerkt zu haben, dass sich Anzahl der Einreisenden nicht mehr auf dem Niveau von 1998 befindet. 15.43 – wir verlassen das Schiff / 16.10 – wir verlassen den Hafen. Die Freude währte allerdings nur kurz, zunächst stockender Verkehr, dann Stau, dann Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei; unsere durchschnittliche Reisegeschwindigkeit betrug ca 3 km/h. Der Unfall hatte passenderweise in einem Tunnel stattgefunden (der ebenfalls im Schritttempo durchquert werden musste und dadurch Ulrike (im folgenden U.F. genannt) bereits auf die kommenden 22 freudig einstimmte). Familie Hempel durchquerte ihn aufgrund widriger Umstände (falsches Abbiegemanöver von Kai) gleich zweimal. Das führte dazu, dass Familie F/M unbemerkt die Führung übernahm, sich voll auf das nunmehr funktionierende Navi verlies und G.P. durch Norwegen heizte um Kai wieder einzuholen. Zu seiner grossen Verwunderung gelang es ihm jedoch nicht – sodass sich dann folgendes Telefonat entspann: Ulrike: wo seit ihr denn, wir sind gerade von der Autobahn abgefahren. Katrin: Autobahn, hier ist keine Autobahn. Ulrike: wo seit ihr denn? wir sind gerade am Stadtrand von Stavanger. Katrin: wir sind 40 km hinter euch! Offenbar ein weiterer Beweis für die Theorie des Überholen ohne Einzuholen – es funktioniert eben doch!
Trotz der unterschiedlichen Geschwindigkeiten passierten beide Parteien unterwegs einen weiteren Unfall. Das paparazzihafte Foto ist zwar unscharf… aber es war tatsächlich ein Elch… und das in dieser Gegend!
20.51 Uhr waren wir glücklich vereint an der Fähre, die zu dieser Zeit leider nur noch alle Stunde fährt und natürlich gerade weg war.
Der Rest der Fahrt verlief dann ohne weitere Zwischenfälle, sodass wir gegen 23 Uhr glücklich, aber erschöpft am Ferienhaus eintrafen.
Der Tag klang mit Knäckebrot und Käse aus, der Neue begann mit einem Gammeldansk auf den Urlaub.
Anreise 1ter Tag
04/07/2011In diesem Jahr reisten wir erstmalig über eine andere Strecke an. Preislich mit Sicherheit die billigste Route – leider waren auch viele, viele andere Reisende dieser Meinung… (darunter auch weitere Zeuthener Flugroutengegner). Den ersten Stau aufgrund eines liegengebliebenen Stressless-Transporters – natürlich in einer Baustelle – hatten wir bereits in Deutschland (1 Std). Trotzdem gelang es uns, Erika relativ pünktlich in Neumünster aufzunehmen.
Während des Staus wollte Gerhard P. (im folgenden G.P. genannt)die Zeit sinnvoll nutzen und sein Navigationsgerät auf das Ziel Hirtshals programmieren, um die voraussichtliche Ankunftszeit zu ermitteln. Dabei musste er aber mit Entsetzen feststellen, dass auch solch kleine Gerätschaften wie Sicherungen durchaus eine grosse Rolle spielen können und man nie genug Werkzeug dabeihaben kann…. Aus dem offensichtlich nicht funktionierenden Zigarettenanzünder (der Skoda besitzt im Gegensatz zum Mercedes in der Fahrgastzelle (an dieser Stelle kurze Pause, da die Schreiberin über die Tatsache als solche lachen muss) nur eine Steckdose) schloss G.P. auf das Vorhandensein eines Kriechstromes, der ihn das Erliegen seines gesamten Fahrzeuges auf ausländischem Gebiet befürchten liess. Den Mitreisenden fehlte zwar jegliches Verständnis für dererlei Verschwörungstheorien, nichtsdestotrotz hielten alle fleissig Ausschau nach einer Skodawerkstatt am Wegesrand. Und siehe da, es kam tatsächlich Eine. Nach 5 Minuten war alles wieder im grünen Bereich. Der Rest der Fahrt verlief ohne weitere beschreibenswerten Vorfälle und wir erreichten gegen 21 Uhr das Motel in Hirtshals. Hier gab es noch eine kurzzeitige Verwirrung, da das am Vortag per mail bestellte Kinderbett für Florian Gerd (im folgenden F.G. genannt) nicht bereitgestellt war. Auf nachdrückliche Intervention vom Mann der lieben Tante Katrin (im folgenden Kai genannt) wurde jedoch sofort ein Bett aus dem Hut gezaubert, sodass F.G. zu seinem grossen Bedauern aus der Spielecke kurz und schmerzlos in Selbiges bugsiert wurde.
Licht und Schatten
16/06/2011Diese Woche zeigt sich mit guten und schlechten Nachrichten.
Die gute Nachricht: meine Kamera ist wieder da – garantierepariert und mit einem Softwareupdate versehen. Nachdem mir letzte Woche nahegebracht wurde, das der Trend eindeutig zur ZWEITkamera geht (!), befürchtetet ich schon, dass ich zu Urlaubsbeginn nicht mal meine Erstkamera zur Verfügung hätte. Auch die schon seit über einem Jahr auf den Einbau wartende Gittermattscheibe wurde kostenfrei eingesetzt. Watt will man mehr?
Die schlechte Nachricht: die Abiturklasse meines mittleren Sohnes ist bei der Organisation des Abiballes einem Betrüger aufgesessen. Nun ist das Geld weg und wir müssen ein zweites Mal bezahlen….






