5.7.11, mal was Neues, Teil 2

Punkt 10 Uhr machten sich Kai, Gerd und Ulrike auf den Weg nach Haugesund. Die Zahnarztpraxis entpuppte sich äusserlich als heimeliges , typisch norwegisches Eckhaus. Die Praxis selbst war hochmodern ausgestattet und der Zahnarzt (kein Deutscher) ein netter Nordländer. Genauere Beschreibung durch die Patientin selbst sind nicht möglich – sie hatte die Brille abgenommen und schlotterte vor sich hin. Seelischer Beistand fehlte, da Kai eine norwegische Angelzeitung und Gerd einen Reisebericht über Istanbul (ebenfalls auf norwegisch) lasen. Der Zahnarzt warf nur einen Blick auf das Corpus Delicti und rief sofort „Anästhesie“ – um dann ohne weitere Nachfrage die obere Kauleiste zu betäuben. Auf Ulrikes verschreckte Nachfrage, ob er den Zahn jetzt ziehen werde, erklärte er Kai a) dass dem nicht so sein und er b) im Übrigen in der Schule Deutsch gehabt hätte und daher alles verstehen würde, aber nicht mehr sprechen könnte. Kai unterhielt sich daraufhin norwegisch mit ihm.

Nach 20 min war der Zahn hilfssaniert und Ulrike um 150 Euro ärmer.

nach überstandener Behandlung

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