Der Tag begann für 2 Drittel der Mannschaft um 7 Uhr, für den Rest bereits um 5.30.
Nach dem Frühstück und einem weiteren Besuch in der Spielecke machten wir uns gegen 10 Uhr auf den Weg in den nahegelegenen Hafen – gemeinsam mit gefühlten 1000 weiteren Urlaubswütigen.
Im Gegensatz zum letzten Urlaub war Familie F/M auf dem Voucher vermerkt – wir erwarteten also diesmal keine Probleme. Denoch wäre die Einreise fast gescheitert. Am Kontrollpunkt wurden Insassen nochmals mit den Namen auf der Passagierliste abgeglichen. Der junge Mann zählte also folgende Buchungen auf: M u e l l e r, G e r h a r d (wieder das Problem mit dem Gerhard); dann Blick auf die Rückbank, wo er problemlos Fechner Ulrike und Florian erkannte. Bei Nennung seines Names riss F.G. triumphierend die in seinem Arm befindliche Plüschmaus in die Höhe und brüllte freudig: und MAIK! Woraufhin der junge Mann in wieherndes Gelächter ausbrach, das Fehlen von Maik auf der Liste konstatierte, sich jedoch (nachdem er sich beruhigt hatte) zu einer Einreise durchringen konnte.
..Ein Bild sagt mehr als tausend Worte….
Die Überfahrt war laut und teuer. Nicht sosehr was den Preis der Passage betrifft, aber was soll man schon einem lausigen Kaffee (nach 10 min Anstehen) für 4 Euro und einem Stück Pizza (nochmal 10 min Anstehen) für 10 Euro sagen. Offenbar kann sich ColorLine nur so finanzieren…
Wenigstens trafen wir pünktlich in Kristiansand ein. Leider war auch der Regen mitgereist und ausserdem scheint noch keiner der dort Zuständigen gemerkt zu haben, dass sich Anzahl der Einreisenden nicht mehr auf dem Niveau von 1998 befindet. 15.43 – wir verlassen das Schiff / 16.10 – wir verlassen den Hafen. Die Freude währte allerdings nur kurz, zunächst stockender Verkehr, dann Stau, dann Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei; unsere durchschnittliche Reisegeschwindigkeit betrug ca 3 km/h. Der Unfall hatte passenderweise in einem Tunnel stattgefunden (der ebenfalls im Schritttempo durchquert werden musste und dadurch Ulrike (im folgenden U.F. genannt) bereits auf die kommenden 22 freudig einstimmte). Familie Hempel durchquerte ihn aufgrund widriger Umstände (falsches Abbiegemanöver von Kai) gleich zweimal. Das führte dazu, dass Familie F/M unbemerkt die Führung übernahm, sich voll auf das nunmehr funktionierende Navi verlies und G.P. durch Norwegen heizte um Kai wieder einzuholen. Zu seiner grossen Verwunderung gelang es ihm jedoch nicht – sodass sich dann folgendes Telefonat entspann: Ulrike: wo seit ihr denn, wir sind gerade von der Autobahn abgefahren. Katrin: Autobahn, hier ist keine Autobahn. Ulrike: wo seit ihr denn? wir sind gerade am Stadtrand von Stavanger. Katrin: wir sind 40 km hinter euch! Offenbar ein weiterer Beweis für die Theorie des Überholen ohne Einzuholen – es funktioniert eben doch!
Trotz der unterschiedlichen Geschwindigkeiten passierten beide Parteien unterwegs einen weiteren Unfall. Das paparazzihafte Foto ist zwar unscharf… aber es war tatsächlich ein Elch… und das in dieser Gegend!
20.51 Uhr waren wir glücklich vereint an der Fähre, die zu dieser Zeit leider nur noch alle Stunde fährt und natürlich gerade weg war.
Der Rest der Fahrt verlief dann ohne weitere Zwischenfälle, sodass wir gegen 23 Uhr glücklich, aber erschöpft am Ferienhaus eintrafen.
Der Tag klang mit Knäckebrot und Käse aus, der Neue begann mit einem Gammeldansk auf den Urlaub.


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