Archive for Juli 2011

20.7.11, Bømlo-Rundfahrt, Teil II

21/07/2011

Gut gestärkt machten wir uns auf in die ehemaligen Goldgruben. Seit „1886 der Pessimismus Einzug hielt“, sind die Gruben stillgelegt. Da man ja aber nie wissen kann, ob nicht doch noch das eine oder andere Bröckchen Gold rumliegt, empfängt einen folgendes Schild:

Das kann uns natürlich nicht schrecken, da sind wir als Deutsche doch ganz andere Sachen gewohnt…

Man kann sehr schön durch das Gelände wandern. Die alten Fundamente stehen noch und sind auch beschriftet. Florian Gerd wurde eine Zeit lang im Watchtower getragen, bis seine Mutter der „raus, raus, laufen, laufen“-Rufe überdrüssig wurde und das Kind selbständig durch die Landschaft wandelte. Vermutlich ist die Welt – aus der Perspektive eines Zweijährigen betrachtet – sehr viel aufregender als aus Erwachsenenhöhen. Was gab es nicht auch alles zu sehen:

Walderdbeeren auf dem Berg

Walderdbeeren am Berg

Steinmauern

Brücken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ein leise murmelndes Bächlein

20.7.11, Bømlo-Rundfahrt, Teil I

21/07/2011

Das Wetter-App sagte für heute Sonne und Regen, 90% Regenwahrscheinlichkeit und 5,1 Sonnenstunden voraus. Wobei sich der Regen auf die Zeit bis 11 Uhr beschränken sollte. Daher sah es heute früh so aus:

Der Regenmesser (gestern abend geleert) zeigte 17 Liter/qm an. Aber je weiter es auf 11 Uhr zuging, umso besser wurde es. Beim Losfahren war es noch leicht nieselig, schon an der Fähre Buavåg – Langevåg schien die Sonne.

Erster Anlaufpunkt Bømmelhamn – also tatsächlich Bömmelhafen.. Danach ging es nach Lykling, wo wir an einem urigen Kystkafe Station machten. Mit leckeren Waffeln mit Erdbeeren,Rømme und einem Kaffee stärkten wir uns für unsere Tour in die ehemalige Goldgrube.

Kystkafe Kystkafe II

Und zu guter Letzt noch ein Blick aufs grosse Ganze:

19.07.11, wir testen, Teil II

19/07/2011

Bevor ich über die vergangenen 10 Tage berichte, hier das heutige Erlebnis. Wieder aus der Kategorie: wir testen!

Diesmal war es Kai-Uwe, er wollte wissen, wie gut das Zusammenspiel von ACE und hiesigen Autoclubs funktioniert. Wir hatten das ja bereits vor Jahren einmal ausprobiert, nun wollten wir wissen, ob der Service immer noch so gut klappt….

Als Testfahrzeug wurde unser Mercedes auserkoren, er wurde bei schmalem, durch den Regen aufgeweichten Weg und frisch gemähtem Rand in den Graben gelenkt.

Zunächst wurde der ACE in Deutschland angerufen. Grösstes Problem der Dame am anderen Ende der Leitung war die Tatsache, dass es keinen richtigen Strassennamen für eine exakte Ortsbeschreibung gab. Aber schliesslich wurde der Ort via Googlemaps doch gefunden. Nun wurde Falk Norwegen informiert, mit der Zusage, jemanden zu schicken. Ca 3 Std später kam dann die Pannenhilfe – von der Nachbarinsel, sonst wäre er wohl schon schneller da gewesen.

Mit Hilfe von interessanten Seilvarianten und einem Strommast (der teilweise bedenklich schwankte) wurde das Auto dann innerhalb von 5 Minuten wieder auf den Weg gezogen: Test bestanden.

9.7.11, Samstag – es regnet immer noch…Teil II

14/07/2011

Nach dem Verlassen des Einkaufscenters bummelten wir noch ein wenig durch die Einkaufsmeile von Haugesund. Von uns Vieren hatte nur Susanne eine Regenjacke und ich einen Schirm. Machte aber nichts – plötzlich stürzte eine Verkäuferin aus einem Laden und drückte uns 2 rote Schirme in die Hand. Diese Schirme gibt es in allen Läden der Innenstadt – nach Gebrauch werden sie einfach wieder in einen beliebigen Laden zurückgestellt. Was dazu führte, das Ulrike ihren am Eingang eines „Nettes-Zeug-was-man-aber-eigentlich-nicht-wirklich-braucht“-Ladens abstellte und beim Verlassen war er weg….

Schliesslich machten wir uns wieder auf den Heimweg, immer noch im Regen.

Um uns aber doch noch ein wenig zu bewegen, machten wir uns nochmal auf den Weg an den Steg, zunächst bei leichtem Nieselregen, der sich dann aber zu einem ausgeprägten Starkregen entwickelte.. Der Satz „es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung“ erwies sich wieder mal als absolut zutreffend. Meine Regenjacke ist zwar dicht, aber definitiv zu kurz. Und nichts ist widerlicher als nasse Jeanshosenbeine….

Der gerade abgetrocknete Weg zum Haus hatte sich natürlich wieder in eine schmatzende Modderstrecke verwandelt. Sehr nett für alle Leute ohne passendes Schuhwerk. Das führte aber dazu, dass sich Susanne spontan entschloss, die zu Hause gelassenen Wanderstiefel noch einfliegen zu lassen – an dieser Stelle vielen Dank an Mathias, O&O und natürlich an Gerd.

Zum Schluss noch ein Bild vom Abendessen, ich glaube Florian war sehr entsetzt ob der Menge.

9.7.11, Samstag – es regnet … Teil I

12/07/2011

Der Samstag begann trüb und regnerisch. Somit ein idealer Tag, um nach Haugesund shoppen zu fahren und das Kvadrat-Trauma zu überwinden. Fanden jedenfalls die Frauen – und auch die Männer… Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit (11 Uhr) und der begrenzten Öffnungszeiten (15/16 Uhr) des von uns erwählten Innenstadtcenters war Eile geboten. Bei strömendem Regen hieß es jedoch zunächst: Tanken! Und das mit vier Frauen an einer Automatentankstelle…. Ulrike hielt sich dezent im Hintergrund, Erika bediente die Zapfsäule, Susanne und Katrin kämpften mit dem Kartenterminal. Aber es funktionierte überraschend gut, sogar die angeforderte Quittung erschien. (Für alle Interessierten: der Dieselpreis liegt bei ca 1,70 Euro!!!).

Nach mehreren Runden durch die Einbahnstrassen der Haugesunder Innenstadt erreichten wir das Parkhaus – just in Time – wie sich kurz darauf herausstellen sollte.

Da es in dem Center unerträglich warm war (sehr ungünstig, wenn man dutzende Teile anprobieren will), erklärte sich Susanne bereit, unsere Jacken ins Auto zurück zu bringen. Dabei fiel ihr a) auf, dass wir keinen Parkschein gelöst hatten (wurde sofort nachgeholt) und b) das die Strasse inzwischen für ein Radrennen voll gesperrt worden war. Uns war zunächst unverständlich, warum das Lösen eines Parktickets so lustig sein sollte… aber nein, es war das Radrennen der Altersklasse 3/4 Jahre.. Vor Susannes Augen spielten sich dramatische Szenen ab: als die Protagonisten auf ihren Laufrädern vorbei heizten, geriet ein Junge in ein kleines Schlagloch. Das veranlasste ihn, zunächst abzusteigen, aufzustampfen, das Laufrad umzudrehen und in die entgegengesetzte Richtung zum Start zurückzurollen. Woraufhin ein Ordner alle Überzeugungskraft aufwand, ihn zum nochmaligen Umdrehen und Beenden der Tour zu bewegen.

Susanne, wieder zu uns zurückgekehrt, warf sich voll ins Einkaufsleben. Sie erstand ein Paar Wildlederstiefel, ein gei…Oberteil sowie eine Jeansjacke. Gleiche erstand auch Erika, die den Kauf wie folgt kommentierte: die alte Jeansjacke sieht ja so aus, wie die neu gekaufte ….

Alle wurden mehr oder weniger fündig, sodass wir gegen 15 Uhr schwer bepackt und zufrieden eine norwegische Waffel mit Smør und Erdbeermarmelade sowie einen dopppelten Kaffee Latte für schnäppchenhafte 60 Kronen (nur 9(!) Euro) geniessen konnten.

8.7.11, Freitag

12/07/2011

Ehrlich gesagt weiß ich garnicht mehr so genau, was wir an diesem Tag gemacht haben. Wahrscheinlich NICHTS.
Was aber im Urlaub ja auch nicht weiter schlimm ist 🙂

7.7.11, Stavanger & Kvadrat

12/07/2011

Bei schönstem Sonnenschein machten wir uns auf nach Sola, um Susanne vom Flughafen abzuholen.

Es gibt ja keine Region in Norwegen, die nicht mit Superlativen aufwarten kann: tiefster Fjord, längster Fjord, höchster Berg, längste Freileitung übers Wasser… irgendwas findet sich immer.

Und so erstaunt es nicht, dass wir hier „Europas pünktlichsten Regionalflughafen'“ betraten! Im Gegensatz zum letzten Jahr stimmte es sogar, Susanne kam überpünktlich an. Sehr zum Ärger von Florian, der gerne noch weitere Runden mit der Rolltreppe gedreht hätte.

Wo wir nun schon einmal in Stavanger waren, musste auf Wunsch einer einzelnen Dame „Westnorwegens grösstes Shoppingcenter“ Kvadrat aufgesucht werden. Dieses erwies sich (nachdem wir es denn endlich gefunden hatten), als etwas runtergekommenes „Kennste Eines, kennste Alle“ . Immer die üblichen Verdächtigen, von VeroModa über BikBok, H&M bis zu Kappahl. Selbst die hier sehr verbreiteten 3für2-Reduzierungen führten nicht zum Kaufrausch. Wobei sich dieser sowieso in Grenzen hielt – Ulrike war kurzzeitig der Meinung, ihre gesamten Papiere befänden sich mit Gerd auf dem Weg nach Deutschland. Die SMS „Nein, liegt im Zimmer in der Schale mit deinen Socken unter meinem Hemd“ erreichte sie erst unterwegs. Erfolgreichster Kauf waren 5 Schalen Erdbeeren für sensationelle 100 Kronen sowie je ein Paar Schuhe für Florian und Robert. Leicht desilusioniert machten wir uns auf den Rückweg…

….nicht ohne jedoch von Susanne auf die weiteren 3 Shopping-Center in der näheren Umgebung hingewiesen zu werden.

Zum Schluss noch ein paar Bilder von Susanne aus dem Flugzeug.

 

 

6.7.11, Rundwanderung und was davon übrig blieb

12/07/2011

Nachdem sich alle von der Zahnarztaktion ein wenig erholt hatten, stand einem ersten Ausflug an die Küste samt Wanderung nichts im Wege. Bei schönstem Sonnenschein ging es los.

Nach dem durchqueren eines Schafgatters mit einer traumhaft grünen Badewanne – ganz rechts im Bild –  ging es ins Gelände.

Dieses entpuppte sich als recht felsig und feucht, nicht alle Mitwandernden waren schuhtechnisch darauf eingestellt. Am besten hatte es wie immer Florian Gerd, der sich im Watchtower auf dem Rücken seiner Mutter befand und uns mit gelegentlichen Begeisterungsschreien erfreute. Leider wurde der Untergrund so unwegsam, dass wir uns nach einer halben Stunde zur Umkehr entschlossen. Auf dem Weg  befindliche Wasserstellen wurden von allen mit akrobatischen Geschick gemeistert.

Nach dem Erreichen festen Untergrundes gab es auch für „the next generation“ kein Halten mehr – beide stürmten zum Auto.

Beim betrachten einer Infokarte am Startpunkt stellten wir übrigens fest, dass der Weg – jedenfalls bei gutem Wetter und ausreichendem „Trocknungsvorlauf“ – schön an der Küste entlang führt und am Ryvarden Fyr endet – dem Leuchtturm, den wir schon letztes Jahr besucht hatten. Da jedoch auf einem glatten Touri-Pfad von ca 30 min Gehzeit.

5.7.11, mal was Neues, Teil 2

08/07/2011

Punkt 10 Uhr machten sich Kai, Gerd und Ulrike auf den Weg nach Haugesund. Die Zahnarztpraxis entpuppte sich äusserlich als heimeliges , typisch norwegisches Eckhaus. Die Praxis selbst war hochmodern ausgestattet und der Zahnarzt (kein Deutscher) ein netter Nordländer. Genauere Beschreibung durch die Patientin selbst sind nicht möglich – sie hatte die Brille abgenommen und schlotterte vor sich hin. Seelischer Beistand fehlte, da Kai eine norwegische Angelzeitung und Gerd einen Reisebericht über Istanbul (ebenfalls auf norwegisch) lasen. Der Zahnarzt warf nur einen Blick auf das Corpus Delicti und rief sofort „Anästhesie“ – um dann ohne weitere Nachfrage die obere Kauleiste zu betäuben. Auf Ulrikes verschreckte Nachfrage, ob er den Zahn jetzt ziehen werde, erklärte er Kai a) dass dem nicht so sein und er b) im Übrigen in der Schule Deutsch gehabt hätte und daher alles verstehen würde, aber nicht mehr sprechen könnte. Kai unterhielt sich daraufhin norwegisch mit ihm.

Nach 20 min war der Zahn hilfssaniert und Ulrike um 150 Euro ärmer.

nach überstandener Behandlung

4.7.11, mal was Neues…

08/07/2011

Immer mal was Neues, dachte sich Ulrike und verkündete uns am Montag gg Mittag , dass ihr ein Stück Zahn rausgefallen sei. Damit war es Zeit für den ultimativen Test des norwegischen Gesundheitssystems.

Im Supermarkt in Førde gab es einen kleinen Wegweiser für die Region, der enthielt einen Hinweis auf das örtliche Gesundheitszentrum in Sveio. Dieses entpuppte sich als hypermoderner Bau mit einer Krankenschwester. Die konnte uns aber auch nicht weiterhelfen, der Zahnarzt kommt nämlich nur 2x in der Woche (heute jedoch nicht) und ausserdem sei Urlaubszeit… Sie druckte uns aber einen Zettel aus, mit mehreren regionalen Arztpraxen. Wobei regional ein Gebiet von Haugesund bis Bømlo umfasst.

Wieder im Ferienhaus angekommen, telefonierte Kai 9 Arztpraxen ab, die aber bis auf eine um 15.30 Uhr nicht mehr arbeiteten. Nur in einer Einzigen ging noch jemand ans Telefon – und Kai gelang es tatsächlich, für den nächsten Tag um 10.50 einen Termin zu vereinbaren.