…und das Wetter ist heute genauso bescheiden wie vor 11 Jahren. Muss ich als Mutter mal bemerken.
Aber das ist für das Ereignis als solches ja eher unwesentlich. Wir haben uns jedenfalls nach dem Frühstück dem ÖPNV anvertraut und sind nach Berlin ins MfK – Museum für Kommunikation – (formerly known as Postmuseum) gefahren.
Dort findet zur Zeit eine Sonderausstellung mit dem Titel „Gerüchte“ statt. Sehr lustig der Gerüchtewald, bestehend aus vielen, vielen wild zusammengeschraubten Latten, aus denen es über dutzende Lautsprecher nur so raunt und wispert von Gerüchten… Selbstverständlich fehlen auch die urbanen Legenden nicht (die Spinne in der Yukkapalme, die Sache mit dem in Cola aufgelösten Steak), Verschwörungstheorien (Mondlandung, 11. September), die Bielefeld-Verschwörung (mein absoluter Liebling!).
Sehr lustig auch der Gerüchte-Generator, an dem man nach Beantwortung verschiedener Fragen sein eigenes „Gerücht“ produzieren konnte (meins lautete: K.H., die totale Langweilerin! Sie streitet alles ab.), dass dann ausgedruckt wurde und aus 3 Metern Höhe auf einen herabsegelte. Einen Raum weiter konnte man aber auch einen Schnellkurs als Rumor-Fighter absolvieren, was mir mit Bravour gelang – ich habe jetzt ein Diplom als „Super Rumor Fighter“ und kenne mich bestens mit Strategien zur Gerüchtebekämpfung aus!
Es gibt natürlich ausserhalb dieser Wechselausstellung auch im eigentlichen Museum genug Sehenswertes, von alten Briefkästen über Telegrafen bis hin zur Architektur des Gebäudes als solches.
Und es gab noch eine zweite Ausstellung „Ortszeit Local Time – Fotografien 1990 -2004“ des Fotografen Stefan Koppelkamm. Sie besteht aus Bildpaaren von Gebäuden in Ostdeutschland – jeweils Anfang der 90er und ca 10 Jahre später. Ich finde solche Vergleiche immer sehr beeindruckend.
Nach über drei Stunden waren dann alle etwas erschöpft und hungrig, daher wir machten uns zu Fuss Richtung Friedrichtstrasse auf, um uns im ADAM`s , einem kleinen, aber feinen Restaurant für die Heimfahrt zu stärken.
Gegen 17.00 Uhr waren wir dann wieder zu Hause und Robert konnte sich endlich seinen Geschenken widmen 🙂

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