03.08.2010, auch Nichtstun kann anstrengend sein…

Der heutige Tag wurde mit Müssiggang verbracht.

Zunächst füllten wir unsere Vorräte durch einen Besuch der beiden Supermärkte in Sveio auf. In einem gab es kein vom Maitre geordertes Sonnenblumenöl, im anderen die letzten beiden Stücken ungesalzene Butter (immer noch mein Highlight: die hier als „normal“ geltende gesalzene Butter mit Nutella….arghhh).

Nach der Rückkehr, bei weiterhin strahlendem Sonnenschein, wanderte die gesamte Mannschaft ans Wasser zum Boot. Ich bewaffnete mich zusätzlich mit meinem Fotoequipment, um einige Fotos im allgemeinen und Infrarotfotos im Speziellen zu schiessen. Diesmal auch entsprechend vorbereitet: eine neue CF-Karte, das Weissabgleichs-Referenzbild DURCH den Filter fotografiert und dann diverse Versuche an unterschiedlichen Stellen gemacht. Das Ergebnis war durchwachsen, die Sache mit der Scharfstellung klappte nur teilweise, keines meiner Objektive hat einen Infrarotpunkt (ich glaube, die ensprechenden Forenhinweise dazu kommen alle aus dem letzten Jahrtausend 🙂 ), leider hat aber bis auf die Tonne keines überhaupt eine Entfernungsmarkierung! Was also soll ich mit dem Hinweis, bei einem 2.8/50mm auf  14 m stellen (für Unendlich), wenn ich  nicht weiss, wo die 14 m sind…… Naja, die Motive sind gut, der Rest ist ausprobieren, wir sind ja noch ne Weile hier.

Irgendwann landete ich dann auch am Steg, hier waren schon alle für die Bootsfahrt vorbereitet, inklusive Florian Gerd. Die Sache mit der Schwimmweste passte ihm aber nicht so recht, was er lautstark zum Ausdruck brachte. Nach dem Ablegen verstummte er  zunächst, ob vor Entsetzten oder vor Freude war nicht so ganz klar. Ganz geheuer war ihm die Sache dann doch nicht, es dauerte eine Weile, bis ihn das permanente Motorengeräusch ein wenig wegdröseln ließ. Später wurde er mit einer Flasche ruhig gestellt, leider war die viel zu schnell alle, danach stieg der Geräuschpegel wieder und die Rückfahrt wurde angetreten.

Bootsfahrt

Florian Gerd verließ danach mit seinen Eltern im Schlepptau das Geschehen, um sich ein Mittag servieren zu lassen und bei einem Mittagsschläfchen das Erlebte zu verarbeiten.

Ich wurde währenddessen in einer zweiten Runde auch  über den Fjord gefahren. Es waren keine Wale zu sehen…..Nach unserer Rückkehr zum Haus wurde eine kleine Kaffeerunde eingelegt, danach gingen die Männer das Abendbrot besorgen …Zitat: „wir gehen nur mal kurz fischen..“. Das dauerte von 17.00-21.00 Uhr, offenbar ein spezielles Raum-Zeit-Kontinuum, ähnlich dem von Susanne. Deren „ich komme gleich“, umfasst ja bekanntlich auch Zeitspannen von 10-60 Minuten….mindestens.

Wenigstens betrug die Ausbeute 4 Fische, die, ensprechend vorbereitet, morgen eine Fischsuppe krönen sollen.

Wir Frauen warfen unsere Astralkörper derweil in den Whirlpool und chillten danach in der Sonne auf der Terasse. Erika kochte einen Schokoladenpudding, ich backte einen, aus dem Dänemarkurlaub übriggebliebenen Gullerodskake. Wohlig enspannt hatten wir dann jedoch keine Lust mehr, unseren Männern nach deren später Rückkehr ein warmes Mahl zuzubereiten. Der Maitre zauberte deshalb eine „Faule Weibersuppe“, die nunmehr aber doch von allen, gleich welchen Geschlechts, mit grossem Appetit verzehrt wurde. Derart gesättigt, fielen dann alle alsbald ins Bett.

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