02.08.2010, Zwischenbericht von Ulrike

Die Frauen, ausser Katrin, die ja diesen Bericht schreibt, verabschiedeten in alter Tradition die auf den Beutezug gehenden Männer. Nachdem wir diese dann aus den Augen verloren hatten sobald das Motorengeräusch verklungen war, überredete ich die angehende Juristin den hinter dem Bootssteg liegenden Hügel zu erklimmen, um zu sehen, was dahinter ist.

Der Aufstieg gelang zunächst ohne Mühe. Auf dem Zenit des Hügels (hier kleine Pause, da Ulrike beim diktieren einen Lachkrampf bekam)…erwartete uns …(Einwurf Susanne: jetzt kommts)….ein Limes, der uns mehrere Minuten vor 3 Fragen stellte:

1) wie kommen wir da hinüber

2) welchen Sinn hat dieser Steinwall

3)wer hat ihn dorthin gebaut.

2 der 3 Fragen vermochten wir nicht zu beantworten, die dritte bewältigten wir, indem wir unter Zuhilfenahme eines Baumes eine niedrige, aber bemoste Stelle des Walls überwanden. Einen Weg gab es dahinter nicht. Wir schlugen uns daher im wahrsten Sinne des Wortes durchs Gehölz, wobei aufgrund des dichten Bodenbewuchses nicht zu erkennen war, auf welche Beschaffenheit unsere Füsse treffen würden. Unser Weg (der ja keine war) führte uns Richtung Meer, wobei Susanne in vager Inaussichtstellung eines drohenden Übels meinte, das, wenn sich die Aussicht nicht lohnen würde, sie zu nicht näher bezeichneten Mitteln der Rache greifen würde. Ich entgegnete, das ich dasselbe täte, wenn ich denn keine Wale sähe. Schliesslich öffnete sich der Blick auf den Fjord, die Aussicht war nicht überwältigend und es waren keine Wale zu sehen. Jedoch konnten wir unseren Blick auf die 4 Männer werfen, die offensichtlich schweigend, zumindest sehr inkommunikativ sitzend, die Angel jeweils in beiden Händen haltend, auf das Wasser starten. Das war ziemlich dröge, deshalb traten wir den Rückweg an. Susanne machte mich auf einen Käfer aufmerksam, den ich wegen eines Ekelanfalls nicht sehen, aber denoch fotografiert haben wollte.

Susanne sicherte ihr Überleben, indem sie sich an 3 vergessenen Blaubeeren labte. Der Rückweg war dann wesentlich leichter…bis wir den Limes erreichten. Ich glitt auf einem bemosten Stein aus, sodass ich rittlings auf dem Wall zu sitzen kam (leider nicht fotografisch festgehalten). Susanne mit ihren grazilen Beinen hatte es da wesentlich leichter. Ich konnte Susanne sodann darauf aufmerksam machen, dass ich Nadeln in der Hose hatte, was sie offenkundig nicht verstand und mit den Worten quittierte:

„Was, du hast MADEN in der Hose????????????“

Schon von oben auf dem Berg hörten wir Florian Gerd schreien. Ob die Babysitterin wohl mit ihm klargekommen ist? Schon hatten wir den Steg wieder erreicht. Nun begann unser zweites Abenteuer, nämlich das gegenseitige Absuchen nach Zecken. Leider auch hier, wie schon im letzten Jahr, eine echte Plage.

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