03.08.2009

Nachdem ich also meine letzte Klausur überstanden hatte und die Bahn mich tatsächlich recht zügig nach Hause gebracht hatte, ging es gegen halb 7 mit Omi und Opa zum Flughafen Schönefeld.

Das Einchecken verlief problemlos; lediglich die Dame am Schalter grinste mich an: „ Sie haben ja eine  lustigen Namen“. „Wieso?“ „Sie heißen so, wie meine beiden Töchter einzeln heißen“.

Aha. Nun gut, nach der folgenden Verabschiedungszeremonie verließen Omi und Opa die Abfertigungshalle, während ich den Metalldetektor über mich ergehen lassen musste. Nachdem ich 3 Mal piepend durch selbigen lief, holte die Frau vom Sicherheitsdienst ihren Handscanner raus, um sich so von meiner Ungefährlichkeit zu überzeugen.

Als auch diese Hürde genommen war, hieß es: warten. Avisierte „Boardingtime“: 19.35 Uhr, Abflugzeit: 20.05 Uhr. 20.00 Uhr wurden wir dann zum Gate gerufen, dort angekommen, konnte man gerade unsere Maschine landen sehen. Allgemeine Missmutigkeit machte sich breit, vor allem bei mir, da ich mich schon die Nacht auf einem Stuhl im Osloer Flughafen verbringen sah. Mit 40 Minuten Verspätung starteten wir bei Sonnenschein, der sich allerdings recht schnell hinter einer durchgehenden Wolkendecke versteckte.

Kurz vor Oslo konnte man ein Gewitter quasi „von oben“ beobachten, im Landeanflug bemerkte man dann auch den relativ starken Regen.

Nachdem das Flugzeug aufgesetzt hatte, knisterte es aus dem Lautsprecher und man konnte in etwa verstehen „ … there’s something „ , woraufhin der Pilot Schub gab und durchstartete. Um es positiv zu sehen: so habe ich 2 Landeanflüge zum Preis von einem erlebt.

Und die Verspätung wurde von 40 auf 15 Minuten verkürzt.

Einchecken für den Weiterflug musste ich nicht mehr, denn das hatte ich bereits früh per SMS erledigt, als ich noch im Ostbahnhof auf meinen Regionalzug gen Potsdam wartete.

Auf der Abflug-Anzeige stand bereits „Gate Closing“, was mich dazu veranlasste, durch das Terminal zu rennen, um den Flug noch zu erwischen. Ich kam fast als Letzte in das Flugzeug, aber Hauptsache drin, war meine Devise.

Das Wetter blieb ähnlich trüb, sodass man leider fast nichts von der Landschaft erkennen konnte. Erst kurz vor der Landung riss die Wolkendecke auf und ich wurde mit einem atemberaubenden Blick über die „Romsdalsalpen“ und den Atlantik.

Die Landung in Molde verlief ohne Gegenstände oder Personen auf der Landebahn, sodass ich direkt aussteigen und die Wartenden in die Arme schließen konnte.

Allen voran kam Robi angestürmt, nicht zu vergessen Erika, die mir mit ihrer blinkenden Kopflampe den Weg ins Terminal wies.

(sjh)

Rollbahn Molde1 Von mir noch als Nachtrag ein Foto der Landebahn. Direkt am Fjord gelegen, eigentlich schon IM Fjord, denn sollten die Bremsen versagen, nimmt man ein nettes kühles Bad…

(kh)

Eine Antwort to “03.08.2009”

  1. Avatar von culoer culoer Says:

    also ich las nun aufmerksam den sowieso schon sehr unterhaltsamen blog von unten nach oben durch – aber die zwei landeanflüge zum preis von einem haben mich laut lachen lassen. das nenne ich mal zweckoptimismus… nun will ich aber nicht lange herumlabern, sondern weiter lesen :o)

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