Das Wetter zeigt sich am Sonntagmorgen neblig und trüb. Es ist der letzte Tag der Tall-Ship-Race (Langstreckenregatta für Großsegler) in Maløy, daher brechen wir in gutem Glauben an die im Internet prognostizierte Wettervorhersage auf. Die Fahrt dauert ziemlich lange, zumindest auf der Hinfahrt müssen wir zwei Fähren nehmen. Gegen 13.00 Uhr treffen wir in Maløy ein, die Regatta ist schon am Ortseingang ausgeschildert. Ein etwas bärbeissig guckender Mensch weist uns die Richtung zum Parkplatz – aber irgendwie müssen wir doch was falsch verstanden haben…hektisches Gewinke des Mannes und auch die Lichthupe von Gerd und schrille Pfiffe von Ulrike können uns nicht von unserem Weg abbringen. Dafür überqueren wir die zur Feier des Tages beflagte obligate Fjordbrücke am Eingang der Stadt und haben schon mal einen wunderbaren Überblick über die alten Segler.
Wir finden dann doch den richtigen Parkplatz und ein äusserst gut ausehender norwegischer Marinesoldat (O-Ton Susanne) weist uns ein. Eine Fähre bringt uns direkt ins Zentrum des Geschehens.
Neben den richtig grossen wie der „Krusenstern“ gibt es auch jede Menge kleinerer Segler aus aller Welt.
Zunächst einmal müssen wir uns jedoch stärken und was liegt da näher als ein Softeis. Nach den ersten Löffeln ist Ulrike so begeistert, dass sie spontan ausruft, zu Hause nie mehr Softeis essen zu wollen.
Auf dem zentralen Platz, da wo am Abend Status Quo (Frage der Kinder: „Status was???? sind die schon älter als die Braunkohle?“) auftreten soll, treffen wir auf einen Streetartist – John – ein totales Unikum. Er jongliert mit allem was ihm in die Hände kommt und unterhält nebenbei sein Publikum auf eine unnachahmliche Weise in mindestens 3 Sprachen. 
Ulrike möchte unbedingt noch einen Leuchtturm sehen, daher machen wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz, nicht ohne jedoch jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen, alle möglichen Segler zu besichtigen. Gegen 18.00 schaffen wir es dann endlich, zum Kannestein aufzubrechen.
Ich muss noch einmal das blendende Wetter erwähnen, strahlender Sonnenschein und gefühlte 40 Grad. Statistisch gesehen gibt es übrigens in dieser Gegend 15 reine Sonnentage im Jahr! Das MUSS man ausnutzen und so fahren wir (die letzte Fähre ist sowieso weg und es bleibt nur die Landroute retour) weiter nach Krakenes Fyr.
Bei gutem Wetters ist die See ruhig und nicht so spektakulär wie auf den Touristenfotos. Dafür konnten wir aber noch die „Krusenstern“ sichten, leider setzte sie NICHT die Segel, sondern schipperte per Motorkraft an uns vorbei.
Gegen 21.00 Uhr machten wir uns dann auf den Rückweg und sind um Mitternacht wieder daheim.
(kh)
Nur am Rande sei erwähnt, dass es auf dem Rückweg beginnt, wie aus Eimern (grossen Eimern) zu regnen, so dass Ulrike für JEDEN Tunnel dankbar ist, da der Scheibenwischer dann für kurze Minuten ausgeschaltet ist.


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