Freitag, 01.08.2008

Wie immer am Ankunftstag – strahlender Sonnenschein. Eigentlich schon wieder viel zu heiß. Also wird nach letztem Auspacken und Wegräumen der Sachen allseits gegammelt, auf der Wiese, auf dem Trampolin, im Whirlpool… Mathias bietet uns wie immer einen Campari an, was wir uns natürlich in diesem Falle nicht entgehen lassen.

Plötzlich tauchen John und Kristoffer auf, die uns mehrere Negativstreifen vors Gesicht halten und auf die Sonne zeigen. Richtig, wir hätten es fast vergessen – die Sonnenfinsternis, hier im Norden mit einer Abdeckung von 50% zu beobachten. Eigentlich bin ich ja der Fotograf, aber DIE Idee kommt von Kai: meine guten Infrarotfilter. Leider habe ich sie nur mit einem Filterdurchmesser von 52 und 58mm, das gute Teleobjektiv (nochmal vielen Dank an Manne) hat aber einen Durchmesser von 66mm.

Dank Gerd-MacGyver und Siggis schwarzem Telekom-Isolierband wird das, was nicht passt, passend gemacht. Und so gelingen tatsächlich ganz passable Bilder von der „Sofi“.

Gegen Nachmittag dann wollen wir das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und zunächst ins Freibad nach Sykkylven und danach einkaufen. Das Freibad klemmen wir uns dann doch, es ist sehr voll – Robert ist darüber ein wenig traurig. Stattdessen geht es gleich über die „bemautete“ (DAS musste ich jetzt mal so schreiben) Brücke (38 NOK) zu einem ersten Einkauf. Der verläuft trotzt vorherigem Einkaufszettelschreiben ein wenig chaotisch, aber letztlich haben wir alles und düsen wieder retour.

Unter erschwerten Bedingungen versuchen sich Ulrike und Mathias an der Herstellung von Schweizer Kartoffelröstis, scheitern zunächst an unbeschichtetem Pfannenmaterial sowie ungleichmäßiger Erhitzung des Herdes. Kurz vor Aufgabe wird dann doch eine halbwegs brauchbar beschichtete Pfanne gefunden, die uns das Werk vollenden läßt. Die hergestellten Exemplare haben zwar nicht mehr viel mit ihren Namensvettern gemein, werden jedoch neben 1,2 kg „Kvark“ restlos verspeist.

Nach dem Abendbrot entsteht der spontane Entschluss eines Kurzauflugs. Wir laufen nach „Hundevika“ (korrekt Hundeidvika, gesprochen Hüneivika). Erstens verbrennen wir Kalorien, zweitens geniessen wir die Landschaft, drittens kann man schöne Fotos machen (ich trage den Fotorucksack und Mathias das Stativ) und zu guter Letzt wollen die Jungs/Männer schon mal probeangeln. Kai als Versehrter darf zu Hause bleiben, will uns aber später wieder einsammeln, tja und Susanne…Susanne leistet natürlich ihrem armen Vater Gesellschaft, damit er nicht so alleine ist.

Auf der Rückfahrt (mit mir am Steuer) , noch ein kurzer Stop in Tusvik am See. Zum Zeitpunkt der Aufnahme ist es ca 22.00 Uhr, man merkt eben schon deutlich, dass die Tage wieder kürzer werden. Der Kultusministerkonferenz sei Dank beginnen die Ferien ab 2010 wieder einen Monat früher, was zwar heisst, dass wir eher fahren könnten, ob sich das arbeitstechnisch allerdings machen läßt, steht auf einem anderen Blatt. Und auch für Susanne dürfte dieser frühere Termin ein Problem darstellen, aber es sind ja auch noch zwei Jahre, wer weiss, was dann alles ist…..

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