Da der Flieger mit dem Rest gegen 10.50 Uhr landen soll, haben wir „viel“ Zeit. Nach gemütlichem Frühstück genauso gemütlicher Aufbruch, dann einkaufen für den ersten Tag und danach zum Flughafen. Soweit die Theorie….
Die Praxis stimmte vom gemütlichen und wirklich guten Frühstück bis zum Aufbruch. Danach klaffte dann durchaus eine gewisse Lücke.
Aber der Reihe nach:
Das Frühstück ließ keine Wünsche bezüglich der Reichhaltigkeit und Qualität offen. Wenn man gewollt hätte, wäre auch das Verzehren eines Mangoeises möglich gewesen, worauf wir allerdings mit Rücksicht auf den noch abwesenden Mathias schweren Herzens verzichteten (das die Kugel 4 Euro kostet, sei nur am Rande erwähnt). Statt dessen tranken wir einen leckeren Ristretto der im Gesamtpreis inbegriffen war.
Danach bei inzwischen fortgeschrittenen Temperaturen umpacken, damit der Rest auch einsteigen kann.
Und nun kommt das, was den besagten Unterschied zwischen Theorie und Praxis ausmacht, die Entfernung zum Flughafen ist nicht soooo weit, aber die Zeit, die man dorthin braucht…. Jedenfalls wurde das Einkaufen kurzerhand „gekäänzelt“, wie es neudeutsch so schön heisst. Kurz vor dem Flughafen schwebte gerade eine Norwegian ein – vermutlich waren sie das. Bei der Einfahrt in den eigentlich doch recht übersichtlichen Flughafen verpassten wir die kostenlose Kurzparkzone und landeten in der Tiefgarage (kostenpflichtig). Dafür irrten Gerard und ich dann mehrere Minuten durch das Parkhaus, ohne den Eingang zur Ankunftshalle zu finden. Irgendwie haben wir es dann doch geschafft und tatsächlich, kurze Zeit später war die Familie wieder komplett, allerdings ohne Nutella.
Gegen 12.00 Uhr konnten wir dann endlich den letzten Teil der Anreise in Angriff nehmen.
Kai hatte diesmal eine neue Strecke ausgesucht, die zwar kilometermässig nicht länger als die anderen war, von der Zeit her aber eher ungünstig. Einkaufen mussten wir ja nun auch noch, gelegentliche Fotohalte kosteten auch Zeit, z.B. hier:
(Foto folgt, ich muss erst jemanden finden, der nicht im RAW-Format fotografiert hat)
Die Norwegenneulinge sogen die herrliche Landschaft, die, komprimiert auf wenig Platz, besonders gigantisch ausfällt, begeistert in sich auf. Auch die zahlreichen Tunnel, welche die Norweger offensichtlich in Verkennung der Schönheit ihres Landes, durch die Berge schlagen, um sich und uns Reisenden die Fahrwege zu verkürzen, vermochten diesen Eindruck nicht zu schmälern.
Gigantisch war der Anblick des Buarbreen, ein Ausläufer des Jostedalsbreen (Europas grösster Festlandsgletscher), den wir erst von Weitem betrachteten, um ihn dann, dem Strassenverlauf folgend, zu durchfahren.
23.15 Uhr endlich Ankunft, John und Jorunn erwarten uns schon. John läuft (!) sogar mit uns zum Haus, was bei ihm in Anbetracht der Entfernung von 150m ja nicht selbstverständlich ist.
Das Wichtigste zeigt er mir sofort: er hat extra für uns einen Internetanschluss installiert. Hach…..der Urlaub ist gerettet!!!!!!
Nach kurzer Zimmerverteilung und Auspacken der wesentlichen Sachen beschliessen Ulrike und ich spontan, die Anreise mit einem Bad im Whirlpool zu beenden. Fehlt nur noch der Campari..aber es muss ja auch noch Steigerungsmöglichkeiten geben…
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